Unihockey-Schweizermeister Wiler-Ersigen will den Schwung des Meistertitels nützen

Der SV Wiler-Ersigen ist zum elften Mal Schweizer Meister im Unihockey. Die Emmentaler gewinnen den Superfinal in Kloten gegen Alligator Malans dank einer erfolgreichen Aufholjagd 6:5 nach Penaltyschiessen. Für Trainer Thomas Berger beginnt nach dem Grosserfolg der Neuanfang mit jungen Spielern.

Wiler-Ersigen-Stüermer Philipp Fankhauser stemmt den Schweizermeister-Pokal in die Höhe

Bildlegende: Wiler-Ersigen-Stürmer Philipp Fankhauser stemmt den Pokal in die Höhe nach dem 6-5 Sieg im Penaltyschiessen. Keystone

Es war ein Hitchcock-Final: Wilers Captain Tatu Väänänen und Nationalstürmer Patrick Mendelin trafen in der Penalty-Entscheidung als einzige. Bei den Malanser scheiterten sämtliche angetretenen Schützen an Wilers Keeper Nicolas Wolf. Vorangegangen waren verrückte 70 Minuten, in den Malans lange wie der sichere Sieger aussah. 5:2 führten die Bündner bis zur 50. Minute, ehe die Berner mit einer Triplette innert 45 Sekunden die Wende erzwangen. 5:5 stand es nach 60 Minuten und auch nach der zehnminütigen Verlängerung.

Nach der Rückkehr wieder Meister

Für Wiler-Ersigen war es der elfte Meistertitel. Alle Titel holte der Klub ab 2004, als er die Bündner Vormachtstellung ein erstes Mal durchbrach. Der erneute Schweizermeistertitel ist auch das Verdienst von Trainer Thomas Berger, der in seiner ersten Saison nach seiner Rückkehr zu Wiler-Ersigen gerade den Pokal abholen konnte.

Neue Halle - mehr Aufmerksamkeit

«Dieser Erfolg ist besonders speziell, weil es mein erster Titel in einem Einzelspiel ist», sagt Thomas Berger. Der Superfinal ist die Austragung des Playoff-Finals in einem einzigen Finalspiel. «Die Spieler haben nie aufgegeben», freut sich Berger. Künftig will er in die Nachwuchskräfte investieren, weil in der Mannschaft ein Generationenwechsel stattfinden. Zudem ist es Trainer Berger wichtig, dass Wiler-Ersigen seinen Sport in einer grösseren Halle einem grösseren Publikum präsentieren kann. Noch immer erachtet Thomas Berger den Stellenwert des Unihockey in der Öffentlichkeit als nicht besonders gross.