«Wir müssen im Alltag mehr spielen»

Spielfreudige Menschen jeden Alters zieht es nach Bern: Die Spielwarenmesse Suisse Toy hat seit Donnerstag ihre Tore geöffnet. Bis Sonntag buhlen rund 200 Aussteller um die Gunst des Publikums. Ein Spielexperte meint: Wir sollten das echte Leben spielerischer angehen.

Alle grossen Spielzeug- und Spielehersteller seien dieses Jahr vor Ort, erklärte Messeleiterin Anne Schneider zum Auftakt der Messe. Die Suisse Toy bewirbt sie als «generationenübergreifenden Treffpunkt für die ganze Familie, der Online- und Analog-Angebote verbindet».

Spielfiguren

Bildlegende: Die Suisse Toy lockt rund 50'000 Besucherinnen und Besucher auf die Berner Allmend. Thomas Pressmann/SRF

Computerspiele sind an der Messe allgegenwärtig. Zu den Höhepunkten der viertägigen Messe zählt demnach die SwitzerLAN, die grösste LAN-Party der Schweiz. 1000 Teilnehmer werden sich während vier Tagen ohne Pause in verschiedenen E-Sport-Disziplinen duellieren.

Gefragte Brettspiele

Brettspiele haben beim Publikum aber nicht an Bedeutung verloren. «Wir spielen oft zusammen», meint eine Mutter. «Die Kinder lernen etwas und der Ehrgeiz wird geweckt.» An der Suisse Toy gibt es etliche Neuerscheinungen an Brettspielen. Synes Ernst nimmt das gerne zur Kenntnis. Er war lange Jury-Mitglied von «Spiel des Jahres», der Jury, welche Spiele prämiert.

Synes Ernst wünscht sich aber, dass die Leute im Alltag mehr spielen. «Wir sollten kreativer sein, mehr ausprobieren.» Spielerische Fähigkeiten seien im Alltag gefragt – gerade auch in der Politik. «Da braucht es eine Strategie, aber auch Teamgeist um Mehrheiten zu bilden», sagt der CVP-Gemeinderat von Ostermundigen.

Video «Immer weniger Schweizer Spielzeughersteller» abspielen

Immer weniger Schweizer Spielzeughersteller

2:01 min, aus Tagesschau vom 2.10.2015

Artikel zu Spielzeug

Sendung zu diesem Artikel