«Wir reden uns nicht drein»

Linda Geiser setzt für ihre neue Komödie auf eine einmalige Zusammenarbeit. Ihre Schwester Annemarie Bachofner nähte die Kostüme.

Die Berner Schauspielerin Linda Geiser, die als Mutter der Kummerbuben bekannt wurde und auch in «Lüthi und Blanc» spielte, schreibt gelegentlich Theaterstücke. Für ihr drittes Bühnenprogramm, eine Komödie über die Päpstin Johanna, arbeitete sie mit ihrer Schwester Annemarie Bachofner zusammen. Diese ist gelernte Buchhändlerin. In ihrer Freizeit näht sie seit vielen Jahren Kostüme für die Berner Fasnacht und verschiedene Theatertruppen.

Zwei unterschiedliche Lebensentwürfe

Linda Geiser findet es «ganz gut», dass nun auch ihrer Schwester etwas Aufmerksamkeit zuteil wird. Und Annemarie Bachofner freut sich darüber. Aber mit ihrer Schwester tauschen, die ein aufregendes Leben in ihrem Atelierhaus in New York führt, hätte sie nie gewollt. «Ich bin hier in Bern so verwurzelt und ganz wohl in meinem bürgerlichen Leben», sagt Annemarie Bachofner, die heiratete, zwei Kinder hatte und ihre Freizeit der Kunst widmete.

Die beiden können sich durchaus eine weitere Zusammenarbeit vorstellen. Linda Geiser hat schon ein neues Stück im Kopf. Eines mit weniger Figuren. Ihre Schwester ist froh darüber. «Ich bin froh, wenn ich nicht mehr 20 historische Kostüme nähen muss. In meinem Alter war das fast grenzwertig», schmunzelt die 82Jährige.