«Wir waren die ersten Frauen, die eine Buchhandlung eröffneten»

Die beiden Buchhändlerinnen Leslie Lehmann und Marie-Louise von Gunten eröffneten 1973 in der Berner Altstadt den «Chinderbuechlade». Dank ihrer Beharrlichkeit und ihrem grossen Engagement hat sich diese Spezialbuchhandlung bis heute behauptet.

Marie-Lousie von Gunten und Leslie Lehmann.

Bildlegende: Marie-Louise von Gunten (links) und Leslie Lehmann. SRF

Vor 40 Jahren war die Skepsis gross, als die beiden Berner Buchhändlerinnen Leslie Lehmann und Marie-Louise von Gunten beschlossen, ihre eigene Buchhandlung zu eröffnen. Eine, die auf Kinder- und Jugendliteratur spezialisiert war. «Es war ein Sprung ins kalte Wasser. Aber wir hatten den Mut, das zu tun», sagt Marie-Louise von Gunten im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Es habe auch Leute gegeben, die nie glaubten, dass es klappen würde.

Vor 40 Jahren waren die Chefs in den Buchhandlungen durchwegs Männer, ergänzt Leslie Lehmann, die Frauen hätten die Bücher verkauft. «So waren wir in Bern die ersten Frauen, die eine eigene Buchhandlung eröffneten.» In den ersten Jahren seien sie in der Branche nicht ganz ernstgenommen worden.

Der 40. Geburtstag des Berner «Chinderbuechlade» wurde mit mehreren Veranstaltungen gefeiert. Höhepunkt war das Fest am Samstag, bei dem prominente Bernerinnen und Berner aus ihrem Lieblingskinderbuch vorgelesen haben, unter anderem die Schauspielerin Heidi Maria Glössner, die frühere Gemeinderätin Joy Matter und Stadtpräsident Alexander Tschäppät.