Wirtschaftsentwicklung in der Broyeregion – nicht alles geht

Groupe E siedelt sich im Aéropôle Payerne an. Ikea ist nur wenige hundert Meter daneben unerwünscht.

Strasse zum Flugplatz

Bildlegende: Rund um den Flugplatz sollen sich Wirtschaftsunternehmen ansiedeln. Keystone

Die Broyeregion ist ein Flickteppich zwischen den Kantonen Waadt und Freiburg. Mit der Eröffnung der Autobahn Bern-Yverdon-Lausanne hat sich diese Gegend wirtschaftlichen Aufschwung erhofft.

Das Waadtländer Städtchen Payerne hat vor Jahren 400‘000 m2  Industrieland am Flugplatz Payerne eingezont. Für Firmen, die im Bereich Aviatik arbeiten. Doch deren Ansiedlung harzt. Nun macht die Groupe E den ersten Schritt. Der Freiburger Stromkonzern baut auf 8‘000 m2  auf dem Aéropôle Payerne ein Betriebszentrum mit 50 Arbeitsplätzen.

Die Groupe E hat mit Flugzeugen nichts zu tun. Die Anzahl Arbeitsplätze entspricht auch nicht den Vorstellungen der Promotoren. Angesichts der schwierigen Ansiedlung von Firmen ist die Groupe E jedoch willkommen.

Nur ein paar hundert Meter davon entfernt im freiburgischen Dorf Bussy: Hier möchte das Möbelunternehmen Ikea bauen. Doch das Bau- und Raumplanungsamt des Kantons Freiburg erstellt ein negatives Gutachten. Ikea erfülle die Kriterien des kantonalen Richtplans nicht, erklärt Giancarla Papi, Vorsteherin des Raumplanungsamtes: «Laut Richtplan müssen Einkaufzenten im Kantonszentrum oder in regionalen Zentren gebaut werden. In Bussy ist das nicht der Fall».