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Bern Freiburg Wallis Wo Musliminnen in Bern das passende Kopftuch finden

Wegen dem Kopftuch hat die Muslimin Ilahije Asani ihren Job verloren. Jetzt hat sie ihren eigenen Laden für muslimische Mode in Bern und verkauft dort Kopftücher und mehr. Ein Angebot, das auch Nicht-Musliminnen nutzen, sagt Asani.

Boutique Hijab heisst der Laden von Ilahije Asani. Vor knapp zwei Jahren hat sie das Geschäft für muslimische Mode eröffnet. «Hijab - das macht gerade klar, hier gibt es Mode für muslimische Frauen», sagt die 36-Jährige, die Wurzeln in Mazedonien hat, in breitestem Berndeutsch. Mit zwei Jahren war sie nach Bern gekommen. Hijab heisst das Kopftuch auf arabisch. Rund 1000 Stück hat sie in ihrem Laden, ein Wandregal voll in allen möglichen Farben, Mustern und Stoffen.

Neben Kopftüchern verkauft sie auch Röcke, Hosen, Mäntel. Weit geschnitten, nicht zu körperbetont dürften sie sein und blickdicht auch bei dünnen Stoffen. Und punkto Farben? Da ist viel möglich - ausser: «Ein pinkiger Mantel, das geht nicht. Eine Muslimin, die sich traditionell kleidet, will ja nicht auffallen.» Und glitzern? Das tut es aber durchaus auch bei Abendkleidern. «Auch Musliminnen kleiden sich gerne modisch.»

Im Internet passt es nicht

Der Laden für muslimische Mode scheint eine Marktlücke zu sein. Viele Kundinnen seien froh, dass sie nicht mehr im Internet ihre Kleider bestellen müssten. Denn oft habe entweder die Grösse oder die Farbe nicht gepasst. Eine Erfahrung, die Ilahije Asani dazu gebracht hat, ihr Geschäft zu eröffnen, das übrigens nicht nur Musliminnen besuchen. Frauen, die in arabische Länder reisten, kämen bei ihr vorbei, um etwas Passendes für ihre Reise zu finden.

(Regional-Diagonal, 12:03 Uhr)

9 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Leuenberger (jleuen)
    Verehrter Herr Bolliger, ich bin froh und dankbar in der Schweiz geboren zu sein, ich trage mir wichtige Werte in die Welt und vertrete die Schweiz. Ich würde mir jedoch nicht anmassen von meiner Schweiz zu sprechen, sondern von den Menschen und der Gesellschaft, welche es mir ermöglichen weiterhin meine Sozialabgaben zu zahlen und mich auf ein gutes Alter vorzubereiten -wo auch immer.
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  • Kommentar von Jürg Leuenberger (jleuen)
    "Unsere" Eidenossenschaft? Von wem haben Sie diese erhalten? Letztlich? Niemandem gehört ein Land oder eine Landschaft. Vielleicht das Stück, wo das EFH drauf steht, aber sonst: Fehlanzeige.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Sie, Herr Leuenberger, geben ein eindrückliches Bild ab, wie ein heimatverachtender Weltbürger zum Land steht, in dem er wohnt! Wer 50 Jahre lang täglich arbeitete, Steuern und Prämien in die Sozialeinrichtungen zahlte und trotzdem jeden Tag glücklich ist, hier in der Schweiz geboren und aufgewachsen zu sein, darf mit Stolz auch von der Gemeinschaft sprechen, eben von "unserer Eidgenossenschaft"! Die gehört allen und ist grösser und wichtiger zu werten, als sein Häuschen oder seine Wohnung!
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  • Kommentar von Richard Meier (meierschweiz)
    Wer eine muslimische Kopfbedeckung trägt, sagt damit in erster Linie: "Ich bin Muslima!" Ein so klares, öffentliches Zeugnis des Glaubens wirkt in unserer Kultur belästigend. Der Grund liegt möglicherweise darin, dass Jesus das öffentliche Zeigen des Glaubens als Heuchelei verurteilt (Matthäus 6,6). Glauben ist bei uns Privatsache, geschieht im Stillen und unauffällig. Wer das nicht respektiert, wird als aufdringlich wahrgenommen. Das aber wirkt abstossend und stösst auf Widerstand.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      In Matthäus 6,6 geht es ums Beten und nicht um das öffentliche Zeigen des Glaubens. Zudem: sogar Jesus hat in der Oeffentlichkeit gebetet, jeder Pfarrer, Bischof und der Papst beten in der Oeffentlichkeit. Und jeder Mönch hat ein Kreuz um den Hals als gut sichtbares Zeichen des Glaubens. Sie stellen Ihre Meinung als Gottes Wille in der Bibel dar. Das ist Blasphemie.
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