Wölfe verstecken sich vor Walliser Wildhütern

Zwei Wölfe sind im Wallis seit dem Sommer zum Abschuss freigegeben. Bis jetzt wurde noch keiner erlegt, die Jagd gestaltet sich schwierig.

Wolf hinter einem Baum

Bildlegende: Die Wölfe lassen sich nicht so leicht erlegen. Keystone (Symbolbild)

Mitte August und Anfang September hat der Kanton Wallis die Abschussbewilligung für zwei Wölfe erteilt. Der eine riss im Val d’Anniviers eine für den Abschuss ausschlaggebende Zahl Schafe, der andere im Turtmanntal. Walliser Wildhüter sind seitdem den Wölfen auf den Fersen – bis jetzt vergeblich.

«Die Tiere merken, wenn sich in ihrem Gebiet etwas tut», erklärt der Walliser Jagdinspektor Peter Scheibler. «Sie werden vorsichtig und ziehen weiter.» Die Walliser haben Erfahrungen mit Wolfsabschüssen und eine hohe Erfolgsquote.

In den letzten Jahren wurden praktisch alle zum Abschuss freigegebenen Wölfe erlegt. Die Tiere seien in der Zwischenzeit nicht schlauer geworden. «Die Abschussbedingungen wurden verschärft», betont Scheibler. Konkret: Die Wölfe dürfen nur in einem kleinen, klar abgesteckten Gebiet geschossen werden. So soll verhindert werden, dass der falsche Wolf erschossen wird.

Den Walliser Wildhütern läuft die Zeit davon. Die Wölfe dürfen nur geschossen werden, wenn sich auf den Alpen noch Schafe aufhalten. Zu ihrem Schutz werden die Wölfe ja erlegt. Doch in den nächsten Tagen werden die Schafe aber ins Tal geholt – die Bewilligungen laufen somit ab. Gut möglich, dass die Wölfe diesen Herbst noch überleben. «Misserfolge gehören zur Wolfsjagd dazu», meint Jagdinspektor Scheibler.