Wohl keine Staatshilfe für Freiburger Paulusdruckerei

Wie geht es mit der Freiburger Paulusdruckerei weiter? Ein staatliches Eingreifen ist unerwünscht, ergab die Debatte im Freiburger Kantonsparlament.

Mitglieder der Gewerkschaft Syndicom mit weissen Transparenten.

Bildlegende: Die Gewerkschaft Syndicom wehrt sich vor der Debatte gegen die Schliessung ihrer Zeitungsdruckerei. SRF

Die Motion zweier SP Grossräte verlangt, dass der Staat in den kommenden Jahren die Paulusdruckerei mit rund 5 Millionen Franken subventioniert. Das soll verhindern, dass die Tageszeitung «Freiburger Nachrichten» aus Kostengründen auf eine Druckerei in Bern ausweicht und die Paulusdruckerei deshalb schliessen muss.

«Der Bund hat ja auch die Bank UBS mit 60 Milliarden unterstützt», rechtfertigt SP Grossrat und Co-Motionär Pierre Mauron die Forderung nach einer Staatsintervention. Die bürgerliche Seite will davon nichts wissen. «Diese Motion widerspricht der wirtschaftlichen Realität und gaukelt den Mitarbeitern der Paulusdruckerei vor, es gäbe eine Lösung für sie», sagt FDP-Grossrat Didier Castella. SVP-Grossrat Emanuel Waeber fügt an: «Das ist eine Wettbwerbsverzerrung.»

Der Freiburger Grossrat hat die Dringlichkeit der Motion abgelehnt und damit gleichzeitig signalisiert, dass eine Staatsintervention grundsätzlich nicht gewünscht ist.