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Bern Freiburg Wallis Wohnen im Alter: Thuner Gewerkschaften machen Druck

Seit der Privatisierung der Altersheime der Stadt Thun im Jahr 2007 kommt die Betreiberin, die Wohnen im Alter AG, nicht aus den Schlagzeilen heraus. Jetzt wollen die Gewerkschaften die Altenbetreuung wieder verstaatlichen. Per Volksinitiative.

Im Kader und in der Geschäftsleitung der Wohnen im Alter AG (WIA) rumorte es gewaltig. Es gab einige Abgänge, Mitarbeitende klagen über hohe Arbeitsbelastung und niedrige Löhne.

Zudem gibt der Verkauf des Altersheims «Falken» Anlass zu Kritik. Denn für die Bewohner ist noch nicht klar, wo sie künftig leben. Die Wirren bei der WIA sind bekannt und beschäftigen die Stadt Thun schon seit Jahren. Nun intervenieren die Gewerkschaften.

Ziel: mehr Mitsprache

Der Gewerkschaftsbund Thun ist zwar Mitglied der WIA-Stiftung, beklagt sich aber über mangelnde Mitsprachemöglichkeiten. Jetzt haben die Delegierten beschlossen, der WIA per Volksinitiative den Garaus zu machen. Sie fordern, die Privatisierung rückgängig zu machen. Damit die öffentliche Hand beim sensiblen Thema Alter wieder mehr Mitsprache habe, sagt Co-Präsident des Gewerkschaftsbunds Thun, Hilmi Gashi.

WIA-Geschäftsführer Stephan Friedli wehrt sich gegen die Initiative der Gewerkschaften. «Die Probleme sind erkannt», sagt er. Deren Lösung brauche aber Zeit. Man sei auch daran, einen Gesamtarbeitsvertrag aufzusetzen, welcher den Beschäftigten bessere Bedingungen bringe.

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