YB-Sportchef Fredy Bickel in Erpressungsfall involviert

Der BSC Young Boys bestätigt, dass sein Sportchef, Fredy Bickel, in einen Fall von Erpressung verstrickt ist. Laut YB sei Bickel Opfer eines Erpressungsversuchs geworden. Dieser habe bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich Strafanzeige eingereicht.

Gemäss Angaben der Zürcher Staatsanwaltschaft sei der Sportchef der Berner Young Boys, Fredy Bickel, erpresst worden.

Bildlegende: Gemäss Angaben der Zürcher Staatsanwaltschaft sei der Sportchef der Berner Young Boys, Fredy Bickel, erpresst worden. Keystone

Seit gut einer Woche sitzt mit Erich Vogel eine der schillerndsten und kontroversesten Figuren der Schweizer Sport-Szene in Untersuchungshaft. Der Anwalt des langjährigen Fussball-Managers rechnet erst im Oktober mit einer Freilassung. In den für nationale Fussball-Verhältnisse aussergewöhnlichen Fall sind diverse Parteien involviert.

Am gleichen Tag wie Vogel ordnete die Zürcher Staatsanwaltschaft auch die Festnahme eines Spielerberaters aus der Innerschweiz an - die Strafanzeige gegen den früheren Agenten hatte der YB-Sportchef Fredy Bickel eingereicht. Die Zürcher Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber Radio SRF einen Bericht der Zeitung «Blick».

Die Affäre geht zurück auf eine bekannte Geschichte aus der Zeit, als Bickel erstmals für die Young Boys gearbeitet hat (bis Dezember 2002). Der Zankapfel ist ein umstrittenes Dokument, wegen dem die Frage im Raum steht, ob der Agent mit dem Papier Bickel erpresst hat. Welche Rolle Vogel in diesem Fall genau gespielt hat, scheint allerdings noch unklar. In den nächsten Tagen sollen Einvernahmen anstehen.