«Zeichnen ist meine Therapie»

Ted Scapa feiert Vernissage eines neuen Bildbands. Er hat Zeichnungen und Cartoons zum Thema «Berge» veröffentlicht. Der 82jährige Künstler wurde in letzter Zeit vom Leben hart geprüft. Im Zeichnen findet er jenen Halt, der ihn am Leben hält.

Ted Scapa (82) malt und malt: «Harte Momente im Leben konnte ich nur dank dem Zeichnen überstehen».

Bildlegende: Ted Scapa (82) malt und malt: «Harte Momente im Leben konnte ich nur dank dem Zeichnen überstehen». SRF

Als der bekannte Zeichner und Cartoonist Ted Scapa als Sohn des holländischen Botschafters nach Bern kam, war er sogleich von den Bergen fasziniert. Aufgewachsen im Flachland am Meer, zogen ihn die Schneeberge sofort in ihren Bann. Dennoch sieht er sich bis heute mehr als Betrachter der Bergwelt, als einer, der die Gipfel selber erwandert.

Über 30 Jahre leitete Scapa - der mit bürgerlichem Namen Eduard Schaap heisst - den Benteli-Verlag in Bern-Bümpliz. Vorher und nachher war das Zeichnen ein wichtiges Lebensthema, durch welches er mit seiner legendären Fernsehsendung «Spielhuus» nationale Berühmtheit erlangte.

«Zeichnen ist eine Therapie für mich», sagte Ted Scapa. Der Umgang mit Stift und Papier habe ihm - dem heute 82jährigen - auch über traurige Zeiten und persönliche Schicksalsschläge hinweggeholfen. Er verlor innert kurzer Zeit Tochter und Schwiegersohn. «Diese harten Momente im Leben konnte ich nur dank dem Zeichnen überstehen», sagt der Künstler, der heute in Vallamand am Murtensee lebt. Scapa selber musste sich dieses Jahr einer Herzoperation unterziehen, die ihn zwar geschwächt, aber nicht geknickt hat. «Jetzt bin ich wieder bereit für Marathon. Einfach ein bisschen mehr geradeaus», sagte Ted Scapa als Sonntagsgast im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.