Zug- und Busfahren will gelernt sein

Viele Seniorinnen und Senioren meiden die öffentlichen Verkehrsmittel, weil sie es nicht gewohnt sind. Kurse sollen helfen, Hemmungen abzubauen. Ein Augenschein in Düdingen.

Am Bahnhof Düdingen steht ein Dutzend Seniorinnen und Senioren. Selina Herren des Berner Bahnunternehmens BLS erklärt ihnen die Bedienung der Billetautomaten. «Es ist für ältere Personen schwierig, ein Billet zu lösen».

Es brauche solche Kurse, findet Martine Schultheiss von Pro Senectute Freiburg. «Viele Leute haben Angst vor diesen Kästen». Schweizweit wurden letztes Jahr rund 100 Mobilitätskurse durchgeführt mit 1800 Seniorinnen und Senioren, ein Drittel davon im Kanton Bern.

Auch in Freiburg sind die Kurse gut besucht. Organisiert werden die Kurse vom Berner Büro für Mobilität. Kursleiter Uwe Schlosser: «Wir können helfen, Hemmungen abzubauen.»

Vom Auto auf Zug und Bus

Sie habe bisher kaum öffentliche Verkehrsmittel benutzt, sagt Kursteilnehmerin Hedi Aebischer. «Ich fahre zu gern Auto.» Nun habe sie ein Halbtaxabo, sagt die 69-Jährige. Sie wolle vermehrt Zug fahren.

Auch die 77-jährige Margrit Bächler denkt langsam daran, den Führerschein abzugeben und auf Zug und Bus umzusteigen. «Ich muss das zuerst üben». Und auch der 80-jährige Jean Bader hatte schon Probleme mit den Billetautomaten. «Kürzlich konnte ich keine Tageskarte lösen».

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)

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