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Zugfahren leicht gemacht Eine Freiburger Erfindung erobert die Schweiz

Die Smartphone App «Fairtiq» erkennt zurückgelegte Strecken und rechnet automatisch ab. Das funktioniert schweizweit.

Billette lösen ist Schnee von gestern: Es genügt, auf dem Smartphone die App «Fairtiq» mit einem Wisch zu aktivieren und nach der Fahrt mit einem Wisch wieder auszuschalten. Die App rechnet automatisch ab. Bezahlt wird mit Kreditkarte oder mit Postcard.

Smartephone
Legende: Fartiq erkennt die zurückgelegte Strecke und rechnet automatisch ab. Patrick Mülhauser/SRF

Was bisher nur regional funktionierte, geht jetzt schweizweit, sagt Helmut Eichhorn, Leiter Verkauf bei den Freiburger Transportbetrieben TPF. «Ich kann nach Zermatt Ski fahren gehen oder in Genf an eine Ausstellung.»

Freiburger App lässt BLS links liegen

Die Berner BLS hat mit «Lezzgo» ein ähnliches Angebot, das seit Januar schweizweit gilt. Im Gegensatz zu «Lezzgo» ist «Fairtiq» aber breiter verankert. Mehrere Verkehrsverbünde aus verschiedenen Regionen wie Bern/Biel, Ostschweiz oder Aargau sind mittlerweile dabei.

«Fairtiq» verzeichnet 100'000 Fahrten pro Monat, «Lezzgo» nur 17'000. «Der Kunde entscheidet, welche App er nutzen will», sagt BLS Mediensprecherin Helene Soltermann. Ein Nachteil für die BLS: Die SBB integrieren im Frühling die Konkurrenz «Fairtiq» auf ihrer SBB Preview App.

Internationale Projekte

Entwickelt hat «Fairtiq» ein Berner Start-up Unternehmen im Auftrag der Freiburger Transportbetriebe. Mittlerweile hat die Firma Projekte in Österreich, Deutschland und den Niederlanden. «Wir arbeiten mit den holländischen Staatsbahnen zusammen», erklärt «Fairtiq»- Geschäftsführer Gian-Mattia Schucan. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile achtzehn Personen in der Stadt Bern.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Wysshaar (Seeländer)
    Bei Lezzgo gibts das alles schon lange, fairtig erst seit dem update vor 1 Woche brauchbar. Deshalb bleibe ich bei Lezzgo, da mein Tarifverbund schon lange dabei ist. Zudem ist es ein Nachteil wenn es bei SBB integriert wird, da diese app/Seite, wie heute Morgen, immer wieder überlastet und nicht erreichbar ist.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Damit erhalten SBB und weitere Unternehmen die Daten aller Bewegungen, auch ohne Zug. Nein Danke. Ich werde die Standorteinstellung so lassen wie sie ist: Ausgeschaltet.
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Und? Ist dies ein Problem? Solange diese Daten unter Verschluss bleiben, hab ich kein Problem. Und übrigens, falls Sie ein Natel besitzen, verfügen die Telecomprovider schon seit Jahrzehnten über diese Daten und mir ist dadurch noch nie ein Nachteil erwachsen, im Gegenteil. Damit konnte ich vor ca. 5 Jahren sehr leicht und ziemlich plausibel eine falsche Anschuldigung widerlegen. Klar, für kriminelle Elemente könnten weitere Bewegungsdaten zum Problem werden.
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