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Bern Freiburg Wallis Zugunglück in Interlaken – niemand in Lebensgefahr

Nach dem Zusammenprall eines ICE-Zuges mit einem Reisebus in Interlaken (BE) konnte die Mehrheit der Verletzten aus der Spitalpflege entlassen werden. Insgesamt waren 17 Erwachsene leicht bis schwer verletzt worden.

Für die meisten betroffenen Personen ist der Zusammenprall eines ICE-Zuges mit einem Reisebus in Interlaken wohl glimpflich ausgegangen. Wie die Kantonspolizei Bern mitteilt, konnte eine Mehrheit der Verletzten das Spital wieder verlassen. Insgesamt wurden 17 erwachsene Personen mit leichten bis schweren Verletzungen hospitalisiert.

Sämtliche Betroffene hätten sich zum Unfallzeitpunkt im Bus befunden. Gemäss ersten Abklärungen befindet sich keine der verletzten Personen in Lebensgefahr, so die Kantonspolizei weiter. Bei den Fahrgästen handelte es sich um eine asiatische Reisegruppe.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sollen die Verletzten aus Taiwan stammen. Ein Sprecher der taiwanesischen Botschaft in Genf erklärte, man arbeite daran, weitere Informationen zu erhalten und den Verletzen Hilfe zu gewährleisten.

Die Strecke zwischen Interlaken Ost und Interlaken West ist am frühen Samstagmorgen wieder für den Zugverkehr freigegeben worden.

Legende: Video Bahnunglück in Interlaken abspielen. Laufzeit 01:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.05.2016.

Ermittlungen noch im Gang

Das Unglück ereignete sich kurz vor 20 Uhr am Freitagabend in der Nähe der Beau-Rivage-Brücke im Berner Oberländer Ort. Der ICE-Zug war in Richtung Bahnhof Interlaken Ost unterwegs, als es zur Kollision kam. Von der Polizei veröffentlichte Bilder zeigen, dass der Bus im hinteren Teil stark beschädigt wurde. Zur Klärung des Unfallhergangs führt die Polizei Ermittlungen durch.

Nach Auskunft der SBB vom Freitagabend wurden im Zug keine Personen verletzt. Weder Personal noch Reisende seien betroffen, sagte ein SBB-Sprecher.

Die Rettungskräfte setzten ein Grossaufgebot ein. Nebst Sanitätern waren auch Feuerwehrleute sowie ein Betreuungsteam vor Ort. Auf der nahe gelegenen Aare wurde eine Ölsperre eingerichtet, da beim Unfall Flüssigkeit auslief. Gemäss der Kantonspolizei Bern bestehe nach aktuellen Erkenntnissen keine Gefahr für die Umwelt. Die Aufräumarbeiten dauern noch an.

«Gut gesicherter Bahnübergang»

Der Bahnübergang bei der Beau-Rivage-Brücke ist mit einer Doppelschranke, also beidseitig mit je zwei Barrieren gesichert, wie BLS-Sprecher Hugo Wyler mitteilt. Zudem sorgt eine Vorrichtung dafür, dass die Züge automatisch abgebremst werden, wenn die Bahnschranken nicht geschlossen sind.

Da der Bahnübergang kurz vor dem Bahnhof Interlaken Ost liegt, gilt für die Züge auch eine reduzierte Höchstgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern. Auf der restlichen Strecke zwischen Interlaken West und Interlaken Ost gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 65 Stundenkilometern.

«Der Bahnübergang ist gut gesichert», sagt Wyler. Der BLS seien auch keine früheren Unfälle an dieser Stelle bekannt. Zur Unfallursache kann der BLS-Sprecher keine Angaben machen. «Das ist Gegenstand von Abklärungen der Polizei.» Die Gleise zwischen Interlaken Ost und Interlaken West gehören zum Streckennetz der BLS.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Nach Meldungen anderer Quellen hat sich ein Teil des Busses noch im Gleisbereich befunden. Es war nach Infos ein beschrankter Übergang. Der Bus könnte hängen geblieben sein oder er hat die Kurve nach dem Übergang nicht rechtzeitig geschafft.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Was nützen teure und (auch meistens durch Signale für den Lokführer) gesicherte Bahnübergänge, wenn trotz Halbbarrieren und Blinkampeln über die Geleise gefahren wird? Von einem "Berufs-Bus-Chauffeur" sollte man etwas mehr Verantwortungs-Bewusstsein erwarten dürfen! Den verletzten Passagieren wünsche ich gute Besserung und hoffentlich keine bleibenden Nachwirkungen!
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  • Kommentar von Bruno Janthiang (Bruno Janthiang)
    Ich frage mich immer, wie es ein Zug oder ein Tram schafft, aus den schienen zu springen und ein Auto/LKW/Bus anzufahren. Liebe Journalisten, bedenkt bitte, dass das Fahrzeug, das auf schienen fährt, nicht ausweichen kann. Also ist hier der Bus schuld und nicht wie im Titel interpretiert wird, dass der Zug der schuldige ist.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Praktisch bei all solchen Unfällen wird uns durch die Medien suggeriert, dass ein Zug in ein Auto, Bus oder andere Verkehrsteilnehmer gefahren sei! Darum haben Sie, Herr Janthiang, auch diesen Fall treffend richtig gestellt!
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    2. Antwort von Max Blatter (maxblatter)
      Der Bus befand sich auf dem Bahnübergang (egal ob stehend oder in - zu - langsamer Fahrt), der Zug fuhr seitlich in den Bus hinein. Das ist die absolut korrekte Formulierung - auch wenn dies natürlich mit der Schuldfrage nicht das Geringste zu tun hat: Sollte es keinen technischen Defekt an der Schranke gegeben haben (höchst unwahrscheinlich) liegt die Schuld klar beim Busfahrer. - Insofern sind m.E. alle Formulierungen im Artikel (inkl. Schlagzeile und Lead) 100% korrekt.
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