Zustimmung für Berner Nachtlebenkonzept

Die Ideen der Stadt rund um das Berner Nachtleben kommen gut an. Uneinig sind sich die Parteien und Institutionen beim Thema Lärm.

Letzten September stellte die Stadt den Entwurf des Nachtlebenkonzeptes vor. 35 Parteien, Verbände und Institutionen haben ihre Meinung zum Konzept geäussert. Laut der Stadtregierung stösst das Konzept grundsätzlich auf Zustimmung.

Blick auf die Innenstadt von Bern in der Nacht.

Bildlegende: Berner Nachtleben sorgt weiter für Diskussionen. Keystone

Die Auswertung der Vernehmlassung habe beispielsweise gezeigt, dass die Ausweitung des Security-Konzepts für die Ausgehmeile in der Oberen Altstadt auf das ganze Stadtgebiet fast ausnahmslos begrüsst wird. Bar- und Clubbetreiber, die eine Überzeitbewilligung wollen, müssen ein Sicherheitskonzept haben.

Ebenfalls zustimmend äusserten sich die Vernehmlassungsteilnehmer im Grundsatz zur Schaffung einer städtischen Mediationsstelle. Sie soll bei Konflikten zwischen Clubs und Anwohnern vermitteln.

Weniger gut finden viele, dass die Stadt den Verkauf von Alkohol einschränken will. Das beschneide die persönliche Freiheit und die des Gewerbes. Auch gibt es weitere Forderungen: «Viele wollen, dass mehr für die Jugend gemacht wird», sagt Sicherheitsdirektor Reto Nause.

Nicht einig sind sich die verschiedenen Organisationen beim Thema Lärm. Die Stadt hat angedacht, sich beim Bund für Zonen urbanen Wohnens einzusetzen. In diesen Zonen, die es auch in Bern geben sollte, würden weniger strenge Lärmvorschriften gelten. Anwohnern geht das zu weit. Sie sind der Meinung, das Problem werde so nicht gelöst.

Die Stadtregierung will die Rückmeldungen nun mit den verschiedenen Vertretern an einem Runden Tisch vertieft diskutieren. Dann will die Regierung das weitere Vorgehen beschliessen. Sicherheitsdirektor Reto Nause sagt: «Wir haben noch ein grosses Stück Arbeit vor uns.»