Blick hinter die Kulissen von «Schweiz aktuell extra»

Das Ermöglichen einer Livesendung benötigt viel Erfahrung, Ausrüstung und Planung. Um den reibungslosen Ablauf zu garantieren, sind die Mitarbeiter von SRF und tpc unermüdlich im Einsatz.

Für Bruno Zus, den Produktionsleiter der Sendung «Landsgemeinde Glarus» von «Schweiz aktuell extra», begann die Planung schon vor zwei Monaten. «Im März sind wir bereits für die erste technische Rekognoszierung nach Glarus gekommen. Dabei verschafften wir uns einen ersten Überblick über die Lage vor Ort und planten die ersten Schritte für die technische Umsetzung», erklärt Zus. Hinzu kamen noch eigene Rekognoszierungen für die Aussenstelle in Basel und für die Planung der Zeitraffer-Aufnahmen. Als Produktionsleiter ist Bruno Zus das Bindeglied zwischen Redaktion und Technik und ist für die Umsetzung der Sendung verantwortlich. Er steht in engem Kontakt mit der Verwaltung von Glarus, dem technischen Projektleiter und mit der Redaktion von «Schweiz aktuell extra». Zu seinen Aufgaben gehört etwa das Einholen von Bewilligungen, «gleichzeitig sorge ich aber unter anderem auch dafür, dass für jeden Mitarbeiter eine Unterkunft zur Verfügung steht.»

Logistische Leistung

«Bei der Liveübertragung der Glarner Landsgemeinde sind insgesamt 12 Kameras im Einsatz», erklärt Francesc Zihlmann, der technische Projektleiter des tpc. Er und seine 39 Mitarbeiter sind mit einem Übertragungswagen, Funkempfangswagen, Sattelitenwagen und einem mobilen Schnittplatz vor Ort und sorgen dafür, dass die Technik zur richtigen Zeit am richtigen Ort vorhanden ist. Insgesamt haben sie dafür gut 2,5 Kilometer Kabel verlegt. Nachdem die letzten Tage für Zihlmann stressig waren, sollte die Sendung selber eher ruhig Verlaufen. «Am Tag der Sendung ist eigentlich alles so bereit, dass ich nur noch im Notfall einspringen muss. Das heisst wenn die Technik wirklich versagen sollte.»

Stunden in wenigen Minuten

Um den Aufbau des Landsgemeinderings in wenigen Minuten zu zeigen, hat Patrick Gautschy vom tpc zwei Fotokameras an verschiedenen Positionen montiert. Die grösste Herausforderung sei dabei die Planung meint Gautschy. «Man muss berechnen wie viel Speicher die Kamera in welchem Zeitraum verbraucht.» Seit Mittwoch schiessen die Kameras alle 20 Sekunden ein Bild des Dorfplatzes. Am Ende des Aufbaus hatte Gautschy so an die 20'000 Bilder zusammen. «Von diesen verwende ich etwa 12'000. Einen Grossteil der Nachtaufnahmen und Zeiten in denen wenig auf dem Platz geschieht, lösche ich raus.» Am Ende lässt Gautschy die einzelnen Bilder zu einem Video zusammenrechnen, welches den mehrtägigen Aufbauprozess in wenigen Minuten im Zeitraffer darstellt.