100 Jahre Forschung im Nationalpark zusammengefasst

Seit 100 Jahren wird im Schweizerischen Nationalpark geforscht. Welche Erkenntnisse gewonnen wurden, zeigt nun das Buch «Wissen schaffen - 100 Jahre Forschung im Schweizerischen Nationalpark». Spannend sind insbesondere die Langzeitbeobachtungen.

Ein Seitental des Nationalparks

Bildlegende: Nur 10 bis 15 Prozent der Nationalparkfläche haben sich seit Bestehen des Parks sichtbar verändert. Keystone

Sehr deutlich sind etwa die Veränderungen durch den Klimawandel, wie die Akademie der Naturwissenschaft Schweiz am Dienstag mitteilte. Wärmeliebende Arten sind häufiger geworden, und viele Tierarten haben ihren Lebensraum um 100 bis 500 Höhenmeter nach oben verschoben. Immer weniger Böden sind das ganze Jahr hindurch gefroren, und Trockenperioden werden ausgeprägter.

Über alles gesehen zeigt sich aber die Beständigkeit der Natur: Einmal vom Menschen genutzte Flächen wie Alpweiden brauchen mehrere Jahrhunderte bis sie wieder zu Bergföhrenwäldern werden.

Beständigkeit zeigt sich auch in der Lebensdauer einzelner Arten: Im Nationalpark gibt es über 60-jährige Ameisenhaufen, über 200-jährige Gräser und einen mindestens 800 Jahre alten Bodenpilz.

Das knapp 400 Seiten dicke Buch kommt am 4. Dezember in den Buchhandel.