Abbauen statt ausbauen: Vom Umgang mit halbverfallenen Hütten

Die Umweltschutzorganisation Mountain Wilderness hat im Safiental eine halbverfallene Holzhütte abgeräumt. Für Projektleiter Patrick Jaeger sind solche Bauten ästhetisch und umwelttechnisch ein Problem. Mit der Aktion will die Organisation bezüglich der Problematik sensibilisieren.

Die Hütte befand sich auf dem Safierberg, in der Nähe des Übergangs nach Splügen. In den letzten Jahren sei sie nicht mehr gebraucht worden, erzählt Patrick Jaeger im Gespräch mit Radio SRF. Die Umweltschutzorganisation Mountain Wildnerness habe das Gebäude deshalb im Rahmen eines Projekts rückgebaut.

Es gibt keine Zahlen, wie viele Objekte in den Bündner Alpen nicht mehr gebraucht werden und langsam verfallen. Für den Rückbau zuständig wären eigentlich die Besitzer. Doch die entsprechenden gesetzlichen Regelungen würden nur vereinzelt, beispielsweise bei einem Sicherheitsrisiko, durchgesetzt, heisst es beim Amt für Raumentwicklung.

Karte des Geländes

Bildlegende: Lage der rückgebauten Hütte. Sie war bis vor einigen Jahren von der Wildhut verwendet worden. ZVG

Mit dem Rückbau will die Umweltschutzorganisation auf das Problem aufmerksam machen. Weitere Projekte seien im Moment nicht geplant, sagt Patrick Jaeger. Hier sei es auch darum gegangen, Erfahrungen zu sammeln, wie sich ein solcher Rückbau bewältigen lässt.

Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; habs