Abstimmung Kohlekraft: Knapper Ausgang zeichnet sich ab

Der Bündner Stromkonzern «Repower» möchte ein Kohlekraftwerk in Italien bauen. Darüber stimmt die Bündner Bevölkerung mit einer Volksinitiative ab. Ein knapper Wahlgangausgang zeichnet sich ab.

Ein Kohlekraftwerk.

Bildlegende: Kohlekraftwerke sind wegen ihrer Emissionen umstritten. Keystone

Die Abstimmung zur Volksinitiative für das Kohlekraftwerk der Repower steht auf Messers Schneide. Nach Auszählung von 114 der 158 Gemeinden zeichnet sich sowohl bei der Initiative wie beim Gegenvorschlag ein Ja ab. Den Ausgang des Resultats dürfte die Auszählung in den grösseren Gemeinden aber noch verändern.

Für die Umweltverbände, SP, Grüne und die Grünliberalen sind Kohlekraftwerke Dreckschleudern mit einer veralteten Technologie. Das Unternehmen «Repower», das heute zu 58 Prozent dem Kanton Graubünden gehöre, solle als Vorbild vorangehen, das Projekt abblasen und künftig sauberen Strom produzieren.

Gegen die Initiative spricht sich die Regierung und die bürgerliche Mehrheit im Parlament aus. Mit einem Gegenvorschlag wollen sie die Initiative zu Fall bringen.