Abstimmungsprozedere sorgt für Unstimmigkeiten

In einer Woche entscheidet die Gemeinde Domat/Ems über die Umzonung des Sägereiareals. Weil der Entscheid weitreichende Folgen hat, wird auch Kritik am Vorgehen der Gemeinde geübt.

Blick auf eine brachliegende Industriezone.

Bildlegende: Ende Februar entscheidet Domat/Ems über die Zukunft des Sägereiareals. Keystone

Was heute eine Industriebrache ist, soll zu einem neuen Standort des Technologieunternehmens Hamilton werden. Damit dies und die Ansiedlung weiterer Unternehmen auf dem Sägereiareal möglich ist, bedarf es einer Umzonung.

Über diese Umzonung stimmen die Bürger am 28. Februar ab. Sollte die Vorlage abgelehnt werden, ist auch der Verkauf des Landes an Hamilton vom Tisch.

Zwei Punkte, ein Stimmzettel?

Und dies sorgt für Kritik. Der ehemalige Bürgerrat Pius Federspiel meldete sich in einem Leserbrief in den Bündner Zeitungen zu Wort: «Es hätte zwei Stimmzettel gebraucht, einen für eine Umzonung und einen für den Verkauf.»

Ein Vorwurf, den Gemeindepräsidentin Beatrice Baselgia nicht gelten lässt: «Es geht nur um die Umzonung. Der Verkauf war Sache der Bürgergemeinde und diese hat ihn bewilligt.» Weil das Grundstück der Bürgergemeinde gehört, habe die politische Gemeinde keinen Einfluss auf den Verkauf.

Und doch: Sollte die Umzonung abgelehnt werden, heisst es: zurück auf Feld 1.