Abwanderung in Arosa wird durch Unterländer kompensiert

1930 lebten in Arosa 3500 Menschen. Heute sind es noch 2200. Viele Einheimische verlassen das Tal. Aber Arosa hat Glück: Die Abgänge werden immer wieder durch Zuzüge aus dem Unterland kompensiert. Eine Spurensuche.

Arosa aus der Vogelperspektive

Bildlegende: Blick auf Arosa, das mit der Abwanderung zu kämpfen hat. Keystone

«In den 60er-Jahren waren wir 36 Schüler, von denen sind noch zwei in Arosa. Alle anderen sind wegen den Jobs ins Unterland gezogen». Dieses Beispiel bringt Gemeindepräsident Lorenzo Schmid wenn er über Abwanderung spricht.

1930 lebten in Arosa 3500 Leute. In den letzten Jahren hat sich die Einwohnerzahl bei 2200 eingependelt. Dies hat damit zu tun, dass nicht nur viele wegziehen, sondern auch immer wieder neue Leute hinzukommen. «Die Lebensqualität ist hoch», erklärt der Aroser Hoteldirektor Thomas Häring.

Er habe ursprünglich drei Jahre in Arosa arbeiten wollen. Das war vor acht Jahren. Nun sei er immer noch da, auch weil er einen spannenden Betrieb führen dürfe. Die Politik müsse den Unterländern die Trümpfe des Tourismusortes aber noch schmackhafter machen. Häring bringt die Idee eines Wirtschaftsförderers ins Spiel.