Agro-Events lohnen sich finanziell nicht

Events wie das Prättigauer Alpspektakel oder die Savogniner Schafschur sollen der jeweiligen Region einen Imagegewinn bringen und den Produzenten mehr Kunden. Doch finanziell rechnen sie sich nicht.

Geschmückte Kühe, Schafschur vor Ort, Markstände mit Käsen, Würsten und weiteren regionalen Produkten. Die Bündner Bauern stehen dieses Wochenende gerade zweimal im Schaufenster, nämlich im Prättigau und im Oberhalbstein.

Bei beiden Anlässen geht es im Kern darum, die Produkte der Bauern und lokalen Produzenten einem grösseren Kundenkreis vorzustellen und diese zu verkaufen. Der Aufwand dafür ist beträchtlich. Um Leute anzuziehen, inszeniert das Prättigauer Alpspektakel in Seewis eigens einen Alpabzug. In Savognin werden für den Anlass Schafe geschoren.

Finanziell, so das Fazit bei beiden Anlässen, lohnt sich das unter dem Strich nicht. In Seewis beteiligen sich deshalb Sponsoren am Anlass, in Savognin finanziert der Tourismusverein die nötigen Aufwendungen. Besonders für den Tourismus sind solche Anlässe während den Herbstferien attraktiv, da man den Gästen damit etwas bieten könne, heisst es in Savognin.

Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr