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Graubünden «Alpwirtschaft und Wolf sind vereinbar»

Peter Lüthi ist Schafhirt in der Calanda-Region und musste sich auch schon mit Wölfen herumschlagen. Doch er wettert nicht über die Raubtiere, im Gegenteil. Denn Lüthi ist nicht irgendein Hirte: Über Jahre kämpfte er für den WWF in Graubünden an vorderster Front.

Legende: Audio Interview mit Schafhirte Peter Lüthi (22.09.2014) abspielen. Laufzeit 17:00 Minuten.
17 min

Auch heute, in seiner neuen Rolle, ist Peter Lüthi noch der Meinung, dass die Schaf-Alpwirtschaft mit der Anwesenheit von Wölfen vereinbar ist. Lüthi hat den Sommer auf der Alp Ramuz, mitten im Wolfsgebiet verbracht: «Von 370 Schafen sind drei Jungtiere verschollen», erklärt Lüthi. Diese Zahl sei nicht höher als in anderen Jahren.

Hunde bewachen Schafe
Legende: Die Hunde von Peter Lüthi bewachen die Schafsherde. RTR

«Ich verstehe nicht, dass man Schafe in der heutigen Zeit einfach sausen lässt», sagt Lüthi und spricht damit unbewachte Schafherden an. Er setzt sich für einen umfassenden Herdenschutz ein.

Probleme sieht Lüthi jedoch auch. Insbesondere im Versicherungsbereich: «Warum wird der Hundehalter zur Rechenschaft gezogen, wenn jemand meint, er müsse über einen Zaun steigen und Hunde streicheln?», fragt er rhetorisch. Da gebe es noch Handlungsbedarf, so Lüthi.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Hartmann, Chur
    Ein spannender und sachlicher Bericht ohne Polemik. Sehr wohltuend. Ich meine so müsste die Diskussion laufen. X mal mehr Schafe werden von Hunden gerissen oder verenden auf den Alpen kläglich an Krankheiten oder Verletzungen. Warum ist das kein Thema? Ich wünschte mir mehr Gelassenheit und Objektivität, auch mehr Demut vor der Natur und ihren Lebewesen
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  • Kommentar von Hans Schneider, Wil
    (2) Zweitens: das Nachtreten gegen die Jäger, welche doch zum alleraller grössten Teil hinter dem Wolf (und den restlichen Beutegreifern) stehen. Das ist schlicht nur plumpe, und vor allem falsche, Polemik. Der Wolf wird kaum die Schalenwildbestände dort eingrenzen wo es wichtig ist...aber ich verstehe es schon: damit lässt sich so schön Stimmung machen was wiederum zu vielen Spenden führt ;-)
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  • Kommentar von Hans Schneider, Wil
    (1) "Eigentlich" ein ganz gutes, informatives Interview. Was mich etwas stört ist Erstens: das hier ein Hobby-Schafhirte, der einen ordentlichen Teil seines Lebensunterhaltes NICHT mit Landwirtschaft erarbeitet dem Rest erkärt, wie es zu funktionieren hat. Besitzt er selbst Schafe? Bewirtschaftet er Land/Wald? Lebt er davon? Richtig: heute ist jeder ein Spezialist, je weiter weg von der Realität, desto besser.
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    1. Antwort von Peter Escher, Varen /Wallis
      Hans Schneider, Wil / RICHTIG, ein "WWF - Schafhirte" wird kaum gegen den Wolf wettern ..! - Doch werte Bauern, das "Problem" Wolf wird sich gleich "lösen" wie seinerzeit das "Problem" Luchs..... ;-))
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