«Alternativen wie Wandern können den Skitourismus nicht ersetzen»

Am traditionellen Neujahrsapéro von Graubünden Ferien standen Alternativen zum Skitourismus im Fokus. Nach den durchzogenen Festtagen ein aktuelles Thema.

Zwei Wanderer in einem winterlichen Wald ohne Schnee.

Bildlegende: Winterwandern ist keine echte Alternative zum Skifahren, zumindest nichts aus der Sicht der Touristiker. Keystone

Wie jedes Jahr hat die Tourismusorganisation Graubünden Ferien am Montag Politiker und Touristiker zum Neujahrsapéro eingeladen. Das grosse Thema war dabei das Weihnachtsgeschäft. Dieses ist für viele Bergbahnen aufgrund des Schneemangels schlecht ausgefallen.

Gerade kleinere Skigebiete in tiefen Lagen mussten sich deshalb Alternativen ausdenken. Viele Anlagen wurden für Biker und Wanderer geöffnet. So auch die Churer Bergbahn Brambrüesch. Dort wurde die Bikestrecke wiedereröffnet. «Dank Bikern und Wanderern konnten wir etwa 400 Personen pro Tag auf den Berg transportieren», bilanziert Leonie Liesch, Direktorin von Chur Tourismus.

Schneesportler sind lukrativer

Das sei aber keine wirkliche Alternative zu den Schneesportlern. Diese sorgen jeweils für deutlich mehr Andrang. Dem stimmt auch Silvio Schmid von den Bergbahnen Graubünden zu: «Die Gäste im Winter wollen vor allem Schneesport betreiben.»

Ähnlich sieht dies Hans-Kasper Schwarzenbach, Tourismusdirektor der Region Disentis-Sedrun. Es brauche Alternativen, die ein grösseres Publikum erreichen: «Zum Beispiel könnten wir die Matterhorn-Gotthard-Bahn allen Gästen gratis zur Verfügung stellen. So hätte der Gast in Disentis die Möglichkeit, sich Zermatt anzusehen und umgekehrt.»