Neuer Richtplan Am Richtplan scheiden sich die Geister

Mit einer Anpassung des kantonalen Richtplans will die Regierung den Anforderungen des neuen nationalen Raumplanungsgesetzes gerecht werden. Der Entwurf wurde in die Vernehmlassung geschickt und erntete teils geharnischte Kritik.

Churer Rheintal

Bildlegende: Wirtschaftliche Zukunftsregion Churer Rheintal Keystone

Parteien, Gemeinden und Regionen wurden aufgefordert, sich zu den Richtplananpassungen zu äussern. Kritik erntete das Papier beispielsweise von der Bündner FDP. Die Partei sei mit der Systematik der vorgeschlagenen Rückzonungen nicht einverstanden und lehne sie deshalb ab, heisst es in einer ersten Stellungnahme. Aber auch in den Gemeinden und Regionen regt sich Widerstand.

«Sich gegen den Richtplan wehren»

Der Geschäftsführer der Region Albula, Roman Bergamin, befürchtet infolge von Rückzonungen einen schweren Aderlass. Die meisten Gemeinden in den Tälern haben heute, gemäss einer Liste des Kantons, zuviel ungenutztes Bauland. Wenn sich der Trend drehe, könnte dieses Bauland aber wieder gefragt sein, begründet Bergamin seinen Widerstand und kündigt an, die Region werde sich gegen den Richtplan wehren.

«Rheintal braucht zusätzliches Bauland»

Ganz anders klingt es im Bündner Rheintal, wo heute schon das wirtschaftliche Herz des Kantons schlägt. Für Hans Krättli, den Vorsitzenden der Präsidenten der Region Landquart, zielt der Richtplan in die richtige Richtung. Die Region benötige zusätzliches Bauland, um den Wachstumsmotor am Laufen zu halten.