Anzeige wegen falscher Fleischdeklarationen

Bei der Bündner Staatsanwaltschaft ist vorletzte Woche eine anonyme Anzeige gegen Carna Grischa eingegangen. Weil ein gewisser Anfangsverdacht bestand, wurden die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Polizei aufgenommen, heisst es bei der Staatsanwaltschaft.

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Fleischskandal

2:27 min, aus Schweiz aktuell vom 24.11.2014

Die Staatsanwaltschaft untersucht zusammmen mit der Polizei, ob ein oder mehrere Straftatbestände vorliegen, sagte Claudio Riedi, Sprecher der Bündner Staatsanwaltschaft.

Der Schweizer Fleisch-Fachverband schreibt, er verurteile die der Carna Grischa «vorgeworfenen Falschdeklarationen unter dem Vorbehalt der Unschuldsvermutung aufs Schärfste». Er wehre sich «gegen die möglicherweise aufkommenden Forderungen nach verschärften Kontrollen».

Der «SonntagBlick» hatte am Wochenende publik gemacht, der Bündner Fleischhändler Carna Grischa habe Fleischprodukte nicht richtig deklariert. Pferde- sei als Rindfleisch verkauft worden, ungarisches Poulet als schweizerisches oder Gefrier- als Frischfleisch.

Die Firma räumte ein, dass ein Teil der Vorwürfe zutreffe. Die meisten Fehler lägen «fast ausschliesslich einige Jahre zurück». Die Fehlerquote liege bei zwei Promille.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Fleischskandal im Bündnerland

    Aus 10vor10 vom 24.11.2014

    Aufgrund der am Wochenende aufgedeckten, vermuteten Falschdeklarationen bei einem Bündner Fleischhändler sind heute die kantonalen Behörden in Aktion getreten. Der Fall verärgert nicht nur Konsumenten, sondern die ganze Fleischbranche.