Arbeitslosengelder bei Schlechtwetter: Regierung weibelt in Bern

Gestern Montag trafen sich Vertreter der Branche mit Bundespräsident Johann Schneider-Ammann. Thematisiert wurden offenbar auch die Voraussetzungen für Kurzarbeit in der Tourismusbranche.

Bergbahn

Bildlegende: Schlechtwetter-Entschädigung soll besser werden. Keystone

Weil der Schnee lange ausblieb, beantragten 33 Betriebe letzten Winter Kurzarbeit beim Kanton. Sie wollten Geld von der Arbeitslosenkasse wegen des schlechten Wetters, dass die Arbeit verunmöglichte.

Die allermeisten Anträge lehnte der Kanton jedoch ab, weil die beiden Voraussetzungen nicht erfüllt waren: Eine Umsatzeinbusse von 75% sowie eine Karenzfrist von zwei Wochen.

Brief nach Bern

Der Bündner Regierungsrat Jon Domenic Parolini möchte eine weniger strenge Regelung und hat sich nun laut eigener Aussage an Bundespräsident Johann Schneider-Ammann gewendet. Diesen Brief hätten alle wichtigen Tourismuskantone im Berggebiet unterschrieben, sagte auf Anfrage Parolini.

Beim runden Tisch gestern von Tourismusbranche und Bundespräsident kam der Bündner Vorschlag offenbar zur Sprache. Entschieden wurde aber bisher nichts. Laut Jon Domenic Parolini habe sich der Bundespräsident bereits im Vorfeld zu einem Gespräch zum Thema Kurzarbeit bereit erklärt, einen Termin gebe es aber noch nicht.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr