Armeeabbau: Ostschweiz wenig betroffen

Die Ostschweiz ist kaum von den Abbauplänen der Armee betroffen. Waffenplätze und Kasernen werden keine geschlossen werden. Kleinere Schiessplätze werden aufgegeben. Die Arbeitsplätze bleiben weitgehend erhalten.

Neuchlen-Anschwilen

Bildlegende: In Neuchlen-Anschwilen rücken auch künftig Rekruten ein. Keystone

Die Armee muss sparen. Deshalb werden in der Schweiz mehrere Waffenplätze und Kasernen geschlossen. Am Montagabend wurden die Kantone über die Pläne informiert. Jetzt ist klar, dass es in der Ostschweiz keinen grösseren Abbau gibt. Das sagt der St. Galler Sicherheitsdirektor Fredy Fässler gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». In der Ostschweiz würden weder Waffenplätze noch Kasernen geschlossen, die Arbeitsplätze bleiben weitgehend erhalten.

Brigels wird aufgegeben

Allerdings wird die militärische Führung in St. Luzisteig, Mels und Walenstadt zusammengelegt, heisst es in einer Mitteilung des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Opfer des Sparprogramms wird auch das Ausbildungszentrum für Militärische Sicherheit in Kreuzlingen, wie es in einer Mitteilung heisst. Weil die Armee den Standort Frauenfeld ausbauen will, komme es aber nicht zu einem Abbau von insgesamt 160 Arbeitsplätzen.

Schiessplatz Urnäsch wird geschlossen

Während es im Kanton Appenzell Innerrhoden keine Armeestandorte gibt, wird im Appenzell Ausserrhoden der Schiessplatz Urnäsch aufgegeben. Die rund 100 Arbeitsplätze bleiben jedoch erhalten.

Nicht mehr beibehalten wird das Truppenlager Brigels. Ebenfalls werden kleine Schiessplätze und Truppenunterkünfte in einzelnen Gemeinden geschlossen. «Wir sind sehr zufrieden, dass im Kanton St. Gallen keine Hauptstandorte geschlossen werden und die 270 Arbeitsplätze erhalten bleiben», so Hans-Rudolf Arta, Generalsekretär des St. Galler Sicherheits- und Justizdepartements.

In Chur wird das Kommando der Gebirgsinfanterie-Brigade 12 aufgelöst. Dafür wird das Kommando der Mechanisierten Brigade 11 von Winterthur nach Chur verlegt. «Damit wurde dem Wunsch des Kantons Graubünden nach einem Kommando eines grossen Verbandes vollumfäglich Rechnung getragen», berichtet die Staatskanzlei.

Die Kantone können nun bis Ende Januar 2014 zum vorläufigen Stationierungskonzepts Stellung nehmen. Danach wird das Konzept vom VBS mit den Kantonen bereinigt. Die Umsetzung des Konzepts wird sich auf mehrere Jahre erstrecken.