Asylsuchende müssen wieder in den Bunker

Wegen der hohen Zuweisungen von Asylsuchenden sind die Asylzentren des Kantons Graubünden stark ausgelastet. Damit genügend Unterbringungsplätze zur Verfügung stehen, betreibt er erneut die militärische Anlage für Luftschutztruppen in Chur. Der Betrieb wird am Montag aufgenommen.

Betten in einem Bunker.

Bildlegende: Asylsuchende müssen wieder in eine unterirdische Anlage. Keystone

Bei den Asylsuchenden handle es sich vor allem um Personen aus verschiedenen Ländern mit hoher Schutzquote, insbesondere aus Eritrea, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. «Um die Aufnahme bei hohen Asylzahlen gewährleisten zu können, ist der Kanton gezwungen, die ihm zugewiesenen Personen temporär in Zivilschutzanlagen zu beherbergen.»

Mit der Anlage für Luftschutztruppen an der Emserstrasse in Chur stehe eine geeignete Unterkunft zur Verfügung, heisst es weiter. Sie sei bereits von Oktober 2014 bis März 2015 ohne Probleme in Betrieb gewesen. Die im Eigentum der Stadt Chur stehende Luftschutzanlage wird seit einigen Jahren nicht mehr militärisch beansprucht. Für die Betreuung der Asylsuchenden sind die Mitarbeiter des Amtes für Migration und Zivilrecht zuständig, unterstützt werden sie dabei von Angehörigen des Zivilschutzes.