Asylzentrum auf dem Lukmanier beunruhigt Einwohner des Bleniotals

Am kommenden Montag treffen die ersten Asylbewerber im neuen Bundeszentrum auf dem Lukmanierpass ein. Die neuen Gäste beunruhigen Einwohner des Tessiner Bleniotals. Sie befürchten mehr Kriminalität. Auf der Bündner Seite beruhigt man.

Drei Flaggen wehen auf dem Lukmanierpass.

Bildlegende: Asylbewerber am Lukmanierpass: Im Tessiner Bleniotal macht man sich Sorgen vor mehr Kriminalität. Keystone

Was passiert, wenn Asylbewerber vom Pass ins Tal hinab kommen? Das beschäftigt die Leute im Bleniotal. Die rechtsbürgerliche, lokale Gruppe «Lista Civica» lud deshalb am Dienstag zur Diskussion in Olivone.

Sorgen bereiten würde die Sicherheitslage, sagt Marcello Monighetti von der «Lista Civica». Im Tessin sei bereits heute die Kriminalität ein grösseres Problem als im ruhigen Val Medel.

Demgegenüber ist der Medelser Gemeindepräsident Peter Binz ruhiger. Er habe Respekt vor der neuen Situation, man sei jedoch gut vorbereitet. So gebe es beispielsweise ein Beschäftigungsprogramm für die neuen Gäste.