Aus dem Lehrstellenmangel wurde ein Lehrlingsmangel

Eine Studie der Pädagogischen Hochschule Graubünden hat die Schnittstelle zwischen Volksschule und Berufsleben unter die Lupe genommen. Unter anderem hat sich gezeigt: Früher fehlten Lehrstellen heute die Lehrlinge.

Kantonsschule

Bildlegende: Die Unternehmen fürchten, dass mehr Jugendliche eine Matura machen und nicht als Lehrlinge zur Verfügung stehen. Keystone

Die Studie der Pädagogischen Hochschule Graubünden ortet Probleme. Mehrfach erwähnt wird die demografische Entwickling. Immer weniger Schüler verlassen die Volksschule. Die Auswahl von Lehrlingen für die Betriebe wird kleiner. Auch weniger qualifizierte Jugendliche würden eingestellt. Dies könne zu einem Abbau der Qualität führen, sagen betroffene Unternehmen in der Studie.

Den Kampf um die Schüler führen auch die Gymnasien. Auch sie wollen ihre Klassen füllen. Unternehmer befürchten, dass immer mehr junge Leute die Matura machen und die Berufslehre dadurch abgewertet wird.

Positives Fazit

Diese Meinung teilt Projektleiter Oscar Eckhard im Gespräch mit der Sendung «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF nicht: «In Graubünden sind wir auf einem guten Weg». Die Jungen würden im Grossen und Ganzen gut auf das Berufsleben vorbereitet.