«Bei der Jugendförderung schneidet der Kanton schlecht ab»

Zum dritten Mal findet am Samstag eine Session des Churer Jugendparlaments statt. Für Pascal Pajic, Vorsitzender der Bündner Juso und Präsident des Jugendparlaments im Gespräch über Ziele und Erfolge der Veranstaltung.

Eine Gruppe von jungen Menschen im Churer Gemeinderatssaal.

Bildlegende: Die Teilnehmer der zweiten Session des Churer Jugendparlaments. Präsident Pascal Pajic in der Mitte. ZVG

In den beiden bisherigen Sessionen des Churer Jugendparlaments wurden etwa 15 Vorstösse und Projektideen erarbeitet. Unter anderem forderten die Jugendlichen, dass ein Absatz im Polizeigesetz gestrichen wird, nämlich jener der es den Behörden ermöglicht, Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen zu verbieten.

«Natürlich gibt es auch Ideen, die irgendwo in einer Schublade verschwinden», sagt Pascal Pajic, Präsident des Jugendparlaments. Aber immerhin, auch über solche Vorstösse diskutiere der Gemeinderat. «Und erkennt auf diese Weise, welche Themen die Jungen beschäftigen.»

Das Churer Jugendparlament ist aktuell das einzige im Kanton. «Graubünden schneidet in der politischen Kinder- und Jugendförderung schlecht ab», so Pajic. Deshalb sei das Ziel, möglichst bald ein kantonales Jugendparlament auf die Beine zu stellen.