Bergbahnen Disentis in der Bredouille

Nach dem Ausstieg von Sedrun aus der gemeinsamen Tourismusorganisation sitzt der Schock in Disentis tief. Besonders viele Fragezeichen hat man bei den Bergbahnen Disentis. Sie sind mit einer völlig veränderten Ausgangslage konfrontiert.

Disentis

Bildlegende: Die Hauptattraktion von Disentis sind - neben dem Kloster - die Berge. Imago

Die Gemeinde Tujetsch - dazu gehört Sedrun - ist nicht einverstanden mit der Arbeit ihrer Tourismusorganisation. Deshalb hat sie den Vertrag auf April 2016 gekündigt. Dieser Entscheid sorgt für Emotionen und Unruhe in der Region.

Besonders in Disentis fragt man sich, wie es weitergehen soll. Gemeindepräsident Francestg Cajacob sagt, die Region müsse sich nun neu ausrichten. Man habe verschiedene Optionen und man werde sich Zeit lassen mit dem Entscheid.

Veränderte Ausgangslage für Bergbahnen Disentis

Besonders überrascht über den Entscheid der Gemeinde Tujetsch sind die Bergbahnen Disentis. Dort arbeitet man seit Monaten intensiv an Plänen für eine Skigebietsverbindung zwischen Disentis und Sedrun. Geplant ist eine Bahn für 15 Millionen Franken. Noch in diesem Monat wird die Öffentlichkeit informiert.

Mit dem Ausstieg von Tujetsch bei der gemeinsamen Tourismusorganisation stehe man nun vor einer völlig neuen Situation, sagt der Geschäftsführer der Bergbahnen Disentis, Rudolf Büchi. Wie es weitergehe, wisse er nicht.