Bergün: Fernwärmeheizung wird erneuert

Seit 2011 wissen die Bergüner und Bergünerinnen: Es braucht eine neue Fernwärmeheizung. Die Anlage ist in die Jahre gekommen. Im Herbst 2014 übernahm schliesslich das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich die Heizung. Nun könne mit dem Bau begonnen werden, teilte das EWZ am Dienstag mit.

Blick aus der Luft auf Bergün

Bildlegende: 42 Bergüner Liegenschaften werden neu mit ökologisch produzierter Wärme versorgt. zvg

Besitzer von Liegenschaften hatten sich vor Gericht gegen eine neue Holzschnitzelheizung für 42 Gebäude gewehrt. Die Anlage sei zu laut. Sie unterlagen jedoch im Mai vor Verwaltungsgericht. Wie das EWZ auf Anfrage bestätigt, wurde der Fall nicht weitergezogen. In der Mitteilung heisst es, die Baubewilligung sei unterdessen erfolgt. Die Beschwerdeführer waren nicht erreichbar.

Das Projekt für eine neue Fernheizzentrale ist bereits mehrere Jahre alt. Zuerst scheiterte es am fehlenden Geld. Weil Bergün eine der ärmsten Gemeinden Graubündens ist, verbot der Kanton die Investition von 1,3 Millionen Franken. In die Lücke sprang schliesslich das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich. Es übernahm die Anlage für 440'000 Franken.