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Gemeindefusion Bergün und Filisur stehen vor Fusion

Mit der Fusion soll unter anderem die finanzielle Situation von Bergün und Filisur verbessert werden. Die stark verschuldeten Gemeinden würden vom Kanton mit einem Millionenbeitrag belohnt. Auch sonst mache die Fusion Sinn, sagen die Gemeindevorstände, doch es gibt auch Kritik.

Bergün
Legende: Bergün und Filisur stehen kurz vor der Fusion. commons.wikipedia.org

Worum geht es? Bergün und Filisur stimmen am Freitagabend über eine Fusion ab. Die Fusion soll die neue Gemeinde fit für die Zukunft machen. Seit Jahren ist die finanzielle Situation in den Gemeinden schwierig. Rund 24 Millionen Franken beträgt der gemeinsame Schuldenberg. Diesen abzubauen ist ein Ziel der Fusion. Dabei helfen 9 Millionen Franken, mit denen der Kanton den Zusammenschluss fördert.

Was sagen die Befürworter? Die Gemeindevorstände beider Gemeinden sind dafür. Man arbeite bereits bei der Schule, dem Bauamt oder der Verwaltung zusammen, sagt der Bergüner Gemeindepräsident Peter Nicolay. Eine Fusion bringe Erleichterung in der Verwaltung. Zudem würde der Kantonsbeitrag zur Teilentschuldung der Gemeinde beitragen, das sei ein ganz wichtiger Grund, dass man für die Fusion sei.

Was sagen die Kritiker? Hans-Jakob Schutz hat die fusionskritische Vereinigung «Pro Filisur» gegründet. In seinen Augen habe man zu wenig Klarheit. Man wisse zu wenig, was auf sie zukomme. Gerade Filisur drohe unter die Räder zu kommen, glaubt Schutz. Weiter glaubt er nicht daran, dass die neue Gemeinde auf lange Sicht finanziell tatsächlich besser da stehen werde.

Wie geht es weiter? Am Freitagabend stimmen die beiden Gemeindeversammlungen über die Fusion ab. Wird der Fusionsvertrag angenommen, dann startet die neue Gemeinde Bergün Filisur am 1. Januar 2018.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Peter Aebersold (P. Aebersold)
    Untersuchungen haben laut NZZ ergeben, dass bei Gemeindefusionen fast immer finanziell nichts herausschaut. Professor Zaccaria Giacometti wies auf einen wichtigen Punkt im Föderalismus hin: «Je kleiner das Gemeinwesen ist, desto intensiver erscheint naturgemäss die Mitwirkung der freiheitlich gesinnten Aktivbürger an der Ausübung der öffentlichen Funktionen.» Im Kanton Glarus hat das Interesse am Gemeindegeschehen nach der Fusion zu drei Grossgemeinden deutlich abgenommen.
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