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Graubünden Bündner Gemeinden müssen die Gefahren analysieren

Nach dem Kanton müssen auch die Bündner Gemeinden analysieren, wo die grössten Risiken in ihrer Gemeinde liegen. Der Kanton hat dies bereits im vergangenen Jahr gemacht. Das kantonale Gesetz über den Bevölkerungsschutz verpflichtet sie dazu.

Klosters überschwemmt
Legende: Gefahrenanalyse Überschwemmungen wie in Klosters sollen mit einem umfassenden Risikomanagement verhindert werden. ZVG

Eine Pandemie, Unwetter oder Erdbeben sind die grössten Risiken für Graubünden, wie der Kanton in seiner Gefahrenanalyse festgestellt hat. Nun sind Gemeinden am Zug. Domat/Ems als eine von mehreren Pilotgemeinden folgte dem Kanton und analysierte die Risken bereits.
Wie am Montag in Domat/Ems von den kantonalen Behörden sowie den kommunalen bekanntgegeben wurde, müssen die Gemeinden in einer Frist von fünf Jahren ihre Gefährdungen feststellen. Die Pilotgemeinde Domat/Ems beispielsweise bezeichnet in ihrer Analyse den Konkurs oder Wegzug der Ems-Chemie als eine mögliche Gefahr mit «katastrophalem» Schadenausmass.

Gemeindepräsidentin lobt neues Instrument

Panik ist deswegen allerdings nicht angesagt: Unter der Rubrik Häufigkeit der Gefährdung steht hinsichtlich der Ems-Chemie der Vermerk «selten» zu lesen. Beatrice Baselgia, Gemeindepräsidentin von Domat/Ems, lobte das Instrument. Die Entwicklung des Risikochecks lösten einen Dialog zwischen Sicherheitsfachleuten und Behörden aus, der zu einem bewussten Umgang mit den Risiken in der Gemeinde beitrage. Federführend in Sachen Risikocheck sind das kantonale Amt für Militär und Zivilschutz, das Amt für Wald und Naturgefahren sowie die Gebäudeversicherung. Diese Stellen übernehmen auch die Hälfte der Kosten für die Analyse. Pro Gemeinden wird mit Aufwendungen zwischen 8000 Franken und 20000 Franken gerechnet.

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