Bündner Heidi-Traum zum zweiten Mal geplatzt

Das Heidi wird für Graubünden zum Trauma: 25 Millionen wollten die Bergbahnen Grüsch-Danusa in eine Heidi-Erlebniswelt investieren. Diese Träume platzten 2012 erstmals, Ein zweiter Anlauf wird wegen der 100 Millionen Heidiwelt auf den Flumserbergen im Keim erstickt.

Sesselifte in winterlicher Berglandschaft.

Bildlegende: Skigebiet Grüsch-Danusa: Konkurrenz aus St. Gallen wirbelt Heid-Pläne durcheinander. Grüsch-Danusa AG

Heidi auf dem Berg und im Tal: Das war ein 25 Millionen Projekt, welches die Bergbahnen Grüsch-Danusa AG verwirklichen wollten. Ein erster Anlauf scheiterte bereits 2012, weil das benötigte Land für diesen Freizeitpark nicht umgezont werden konnte.

Neuer Anlauf

In der Zwischenzeit haben sich die Vorzeichen geändert, jetzt wäre eine Umzonung möglich. Deshalb haben die Bergbahnen laut ihrem Verwaltungsratspräsidenten die Pläne wieder aus der Schublade genommen. Im Tal bei der Station in Grüsch-Danusa sollte eine virtuelle Heidi-Welt entstehen. Im Berg oben dann die reelle Heidi-Welt erlebbar gemacht werden. So wollten die Bergbahnen den Heidi Werbeeffekt nützen und eine Heidi Attraktion in Graubünden anbieten.

Aus der Traum

Aber auch dieser zweite Anlauf wird praktisch im Keim erstickt. Diese Woche wurde nämlich ein 100 Millionen Heidiland-Projekt auf den Flumserbergen mit ähnlichem Inhalt präsentiert. In Grüsch-Danusa bedauert man, dass das Heidi nun nach St.Gallen abgezügelt werde. Allerdings ganz aufgeben will man noch nicht, aber das Projekt wird nun kaum mehr vordringlich vorwärtsgetrieben. Das Bündner Heidi in Grüsch-Danusa wird zum zweiten Mal wohl wieder in die Schublade verschwinden.