Bündner Kantons-Rechnung besser als erwartet

Der Kanton Graubünden schliesst das Jahr 2012 mit einem Plus von 44 Millionen Franken ab, erwartet wurde ein Defizit. Mehr Steuereinnahmen und weniger Ausgaben beim Personal sind für das Plus verantwortlich.

Taschenrechner mit der Zahl 74'000'000 im Display

Bildlegende: Am Ende waren 74 Mio. Franken mehr da als erwartet. SRF

Schwarze statt rote Zahlen :  Finanzdirektorin Barbara Janom sprach am Freitag in Chur von «einem erfreulichen Plus» - und «einer guten Dekade». Die Rechnung schliesst insgesamt um 74 Mio. Franken besser als erwartet.

Letztmals ins Minus gefallen war die Bündner Staatsrechnung im Jahr 2003. Danach gab es ausnahmslos positive Abschlüsse, so auch im letzten Jahr.Die Erwartungen übertrafen vor allem die Steuereinnahmen.

Zum guten Abschluss trug daneben der «haushälterische Umgang mit dem Steuerfranken bei», wie Finanzdirektorin Barbara Janom sagte. Der Ertrag von 2,532 Milliarden Franken lag um 26 Millionen Franken über dem Budget. Der Aufwand von 2,483 Milliarden Franken unterschritt den Voranschlag um 52 Millionen Franken.

Die Aussichten für das laufende Jahr sind besser als geplant. Das budgetierte Minus von 52 Millionen Franken wird bereits durch eine nicht einkalkulierte Gewinnausschüttung der Nationalbank um 16 Millionen Franken reduziert. Belastend dürfte sich weiter der Kostenschub bei der Spitalfinanzierung auswirken, wie
Regierungsrätin Janom sagte.