Bündner Kulturszene in Bewegung: Vom Dorftheater zum Kultur-Event

Die Bündner Kulturszene ist dynamischer und vielseitiger geworden in den letzten 30 Jahren. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Instituts für Bündner Kulturforschung. Es gibt eine Tendenz hin zu grossen Events.

Kulturforscher Marius Risi steht vor einem Brunnen

Bildlegende: Marius Risi hat die Bündner Kulturszene der letzten 30 Jahre unter die Lupe genommen. SRF

Marius Risi hat mehr als 60 Interviews mit Kulturschaffenden im ganzen Kanton Graubünden geführt. Sie sind die Grundlage seines Forschungsprojekts. Risi beleuchtet die Bündner Kulturszene der letzten 30 Jahre.

«Ein zentrales Element das in den letzten Jahrzehnten aufgekommen ist, sind Events oder Festivals», sagt Marius Risi. Ein prominentes Beispiel ist das Festival Origen, aber auch die zahlreichen Musikfestivals.

«  Die vielen Events der letzten Jahre haben die Kulturlandschaft bereichert ohne die klassischen Kulturvereine zu verdrängen. »

Marius Risi

«Diese neuen Formen der Kultur haben ein neues Publikum angesprochen, Touristen zum Beispiel», bilanziert Kulturforscher Risi. Die vielen Events, die in den letzten Jahren aufgekommen seien, hätten die Kulturlandschaft bereichert ohne im grossen Stil die klassischen Kulturvereine zu verdrängen, sagt Risi.

Nach wie vor gibt es in vielen Tälern Dorftheatervereine oder Chöre, die ihren festen Platz in der Region haben. Die detaillierten Ergebnisse seiner Forschung will Marius Risi Ende Jahr vorstellen.