Bündner müssen sich an Zusammenleben mit Bär gewöhnen

Die Bündner Bevölkerung müsse den Schutzstatus der Grossraubtiere respektieren. Das schreibt die Regierung in einer Antwort auf einen Vorstoss aus dem Parlament. Darum bringe auch ein runder Tisch zum Thema nichts.

Der Bär M13 2012 unterwegs im Münstertal.

Bildlegende: M13 hielt mit seinen Streifzügen 2012 die Bündner Bevölkerung auf Trab. Keystone

Nach dem Abschuss des Bündner Problembären M13 haben verschiedene Kantonsräte gefordert, dass die Regierung die Anliegen der Bevölkerung aufnimmt und dazu beispielsweise einen runden Tisch einberuft. Es sei wichtig, dass der Kanton wisse, welche Massnahmen von der Bevölkerung mitgetragen würden, hiess es in ihrem Vorstoss.

Diese Grundsatzfrage wollten die Kantonsräte geklärt haben bevor der Kanton teure Massnahmen umsetze und zum Beispiel die Stelle eines Bärenbeauftragten schaffe. Nun schreibt die Regierung in ihrer Antwort, dass der Bär in der Schweiz geschützt sei. Die Bevölkerung müsse sich zwangsläufig wieder an das Zusammenleben mit Grossraubtieren gewöhnen. Ein runder Tisch bringe nichts, da es keine Wahlfreiheit gebe.

Der Kanton Graubünden will weiterhin auf Präventionsmassnahmen wie besseren Herdenschutz oder bärensichere Abfalleimer setzen. Für die Prävention will die Regierung beim Bund mehr Geld einfordern.