Bündner Pilotprojekt: Agenda 2030 für die Standortentwicklung

Der Kanton Graubünden hat im Rahmen eines Pilotprojekts eine Agenda 2030 erarbeitet, welche Entwicklungsstrategien für sieben regionale Wirtschaftsentwicklungsräume definiert. Die Strategien dienen als Basis für den Vollzug der Neuen Regionalpolitik des Bundes.

Der Prozess für die «Agenda 2030 Graubünden» wurde vor einem Jahr initiiert. Auslöser waren der verschärfte Standortwettbewerb sowie laut Angaben der Kantonsregierung die Notwendigkeit einer regionale Einheit für die Entwicklung der Regionen. Gemeinden, Regionen sowie der Kanton befassten sich gemeinsam mit der langfristigen Entwicklung.

Herausgekommen sind Standortentwicklungsstrategien für sieben regionalen Wirtschaftsräume. Den lokalen und regionalen Behörden stehen sie als Orientierungshilfe bei standortpolitischen Fragen zur Verfügung. Regierungsrat Jon Domenic Parolini betonte die Wichtigkeit der Strategien für die Gestaltung der wirtschaftlichen Entwicklung in den Regionen.

Ziel der «Agenda 2030 Graubünden» sei ein gemeinsames Verständnis über die Ausgangslage, die Zukunftsperspektiven und mögliche Massnahmen, die zu einer gewünschten Entwicklung einer Region führten, sagte der Bündner Volkswirtschaftsdirektor weiter.

Schwerpunkt Tourismus

Der wirtschaftlich vergleichsweise starke Region Nordbünden etwa soll sich gemäss Agenda 2030 auf vier Bereiche konzentrieren: Sie heissen «Raum und Innovation für die Industrie schaffen», «Tourismus vernetzen», «Dienstleistungsort stärken» und «Wohnstandort Rheintal sichern».

Die meisten Entwicklungsstrategien basieren auf dem Tourismus als Wirtschaftsmotor. Regierungsrat Parolini sagte, in den peripheren Regionen Graubündens gebe es kaum Alternativen zum Tourismus.