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Graubünden Bündner Regierung will Bären frühzeitig abschiessen

Die Bündner Regierung will, dass Problembären früher erkannt werden. Diese sollen künftig bereits abgeschossen werden, bevor sie in den Kanton Graubünden einwandern.

Legende: Video Schützenhilfe gegen den Bär abspielen. Laufzeit 02:46 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 06.08.2013.

Die Bündner Regierung fordert den Bund nun auf, in dieser Sache aktiv zu werden. Das schreibt sie in einer Mitteilung. Das «Bärenproblem» soll bereits in Italien gelöst werden. Die «florierende Bären-Population» im italienischen Trentino lasse solche Schritte durchaus zu, so die Regierung in Chur.

Auch im Inland soll schneller auf Meister Petz geschossen werden können. Die Regierung fordert vom Bund, für einen einfacheren Vollzug von bewilligten Abschüssen zu sorgen. Die entsprechenden Konzepte des Bundes sollen nicht mehr durch «willkürliche Ergreifung von Rechtsmitteln» behindert werden.

Der Bund soll zahlen

Schliesslich fordern die Bündner von Bern mehr Geld. Damit soll der Mehraufwand entschädigt werden, welcher der Landwirtschaft und der kantonalen Verwaltung durch die Anwesenheit von Grossraubtieren entsteht. Die Forderungen sind das Resultat einer Standortbestimmung, die Graubünden zum Thema Bär vorgenommen hat.

Handlungsbedarf hat die Regierung aber nicht nur in Italien und auf Bundesebene entdeckt, sonder auch vor der eigenen Haustüre. Beim erstmaligen Auftreten eines Bären in einer Region habe die Bevölkerung einen hohen Informationsbedarf. Um diesen zu decken, wurden Informationen zum Umgang mit Bären im Internet zusammengefasst.

Weiter wurden mit der Standortbestimmung Massnahmen definiert, um die Prävention vor Problembären zu verbessern und eine stärkere Überwachung der eingewanderten Grossraubtiere zu ermöglichen.

Zwei Bären geschossen

In den letzten acht Jahren sind acht Bären nach Graubünden eingewandert. Zwei davon wurden abgeschossen, weil sie vom sogenannten Problembären zum sogenannten Risikobären wurden.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Es ist doch immer das Gleiche, der Nachbar nebenan interessiert niemanden, aber ein Bär in der Schweiz ist ein empfindsames Geschöpf, welches es mit jedem erdenklichen Aufwand vor den bösen Menschen zu schützen gilt. Für mich bestätigt es, dass ein Teil der Menschheit einfach völlig senil geworden ist, Bären sind für sie liebevolle und wohlgesinnte Tiere, nur die Menschen sind schlecht, was für ein Schwachsinn, und die Medien helfen nach Kräften mit, die zunehmende Senilität noch zu fürdern.
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    1. Antwort von Michael Hunziker, 4456 tenniken
      Ich weiss nicht, wann das letzte Mal in Westeuropa ein Mensch von einem Bär gefressen wurde. Aber eins weiss (weil seh und les ich); die meisten Zeitgenossen scheinen zu vergessen, dass a) die Natur ihre Wege findet und b) der Bär vor uns da war....auch im Aargau!
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    2. Antwort von M. Tisserand, Schweiz
      @E.Jacob: Genau, lass uns alles abknallen, dann ist endlich Ruhe! Als nächstes sind dann die Karnikel dran, weil sie dumme Löcher in den Boden machen. Um die lästigen Bienen kümmert sich Monsanto... Nochmals: Der Mensch (Du und ich) braucht die Natur (in all ihren Formen), aber die Natur braucht uns nicht (nicht mal ein winziges Menschlein...)
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  • Kommentar von Ursula Morf, Thun
    Tiere sind Lebewesen, empfindsame Geschöpfe und weit mehr als nur instinktgetriebene Biopparate. Entsprechend sollten wir Menschen mit ihnen umgehen. Was glauben irgendwelche Beamte wer sie sind, dass sie am Schreibtisch über Tod oder Leben von Tieren entscheiden. Einfach weil es in ihre Vorstellungen passt. Einem liebevollen und freundlichen Menschen tut kein Tier was. Denn das Tier spürt ob ein Mensch ihm wohlgesonnen ist oder nicht. Es hat eine bessere Wahrnehmung als wir.
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  • Kommentar von Walter Kathriner, Sarnen
    wenn ich diesen Bären so sehe, ist das reine Tier Quälerei den nicht abzuschiessen. Solche Tierschützer müssten verhaftet werden, welche solche Tiere aus der Wildnis, mit zu engen Halbändern und Ohren Verschandelung in unsere Zivilisation schleppen. (mit Steuergeldern und zusammen gejarmmertem Geld.)
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