Bündner SP allein auf weiter Flur

Aus den Reihen der SP kommt der Vorschlag, den 1. Mai zum Feiertag zu machen. Die anderen Bündner Parteien winken ab. Man sehe keinen Grund dafür, heisst es unisono. In der Aprilsession des Grossen Rates kommt das Thema aufs Tapet.

In verschiedenen Kantonen ist der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag. Anders in Graubünden, hier ist er ein Tag wie jeder andere. SP-Grossrätin Erika Cahenzli will dies ändern.

«Der 1. Mai ist der einzige weltweit gefeierte Tag, der über alle Konfessionen hinweg begangen wird», sagt Cahenzli. Der 1. Mai sei auch ein Tag der Wertschätzung für das Engagement der Arbeiterinnen und Arbeiter. Es sei Zeit, dass dieser Tag auch in Graubünden zum Feiertag werde, sagt die Politikerin.

Forderung hat schweren Stand

Bereits jetzt ist klar, die Forderung dürfte chancenlos bleiben. Die bürgerlichen Parteien winken allesamt ab. «Wir sehen keinen Sinn dahinter», sagt beispielsweise BDP-Fraktionschef Gian Michael. Schädlich sei ein zusätzlicher Feiertag für die Wirtschaft, schiebt Jan Koch von der SVP nach.

In der Aprilsession des Grossen Rats wird das Ruhetagsgesetz revidiert. Im Rahmen dieser Debatte stellt die SP den Antrag, den 1. Mai als Feiertag festzuschreiben.

Giacobbo-Müller