Bündner Staatsrechnung schliesst 113 Millionen über Budget

Die Staatsrechnung 2014 des Kantons Graubünden hat um 113 Millionen Franken besser abgeschlossen als budgetiert. Anstelle eines Defizits von 58 Millionen Franken resultiert ein Ertragsüberschuss von 55 Millionen.

Ein Bündel Geldnoten

Bildlegende: Der Bündner Rechnung schliesst mit Gewinn anstatt Defizit. Keystone

Rein operativ und ohne Wertberichtigungen auf Wertpapieren wurde ein Überschuss von 44 Millionen Franken erreicht.

Die Erwartungen übertrafen vor allem die Steuereinnahmen, wie Finanzdirektorin Barbara Janom Steiner in Chur vor den Medien ausführte. Sie liegen mit 761 Millionen Franken um 57 Millionen sowohl über dem Budget als auch über dem Vorjahreswert.

Beinahe der ganze Mehrertrag stammt vom den Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen. Mehrerträge von 21 Millionen Franken gegenüber dem Budget resultierten zudem bei den Entgelten. Bussen (+8,2 Millionen Franken) Rückerstattungen (+5,8 Millionen Franken) und Gebühren (+3,9 Millionen Franken) waren für die höheren Erträge verantwortlich.

Sehr gute Finanzlage - ungewisse Aussichten

Der Kanton befindet sich laut Finanzdirektorin Janom Steiner in einer sehr guten und soliden finanziellen Lage. Für das laufende Jahr rechnet sie mit einem positiven Ergebnis. Der Kanton erhält dank der Gewinn- und Zusatzausschüttung der Nationalbank einmalig rund 32 Millionen nicht budgetierte Erträge.

Was die weitere Entwicklung betrifft, sieht Janom Steiner grössere Unwägbarkeiten. Schwer abschätzbar seien die Folgen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses für die Tourismusbranche und die exportorientierte Industrie und damit indirekt für den Kantonshaushalt. Zu befürchten seien zudem grössere Ertragsrückgänge beim Finanzausgleich des Bundes (NFA) und wegen der Unternehmenssteuerreform III bei den Steuern.