Bündner SVP still und leise gegen die Gebietsreform

Vor einer Woche hat die Parteileitung der SVP die Nein-Parole beschlossen. Der Entscheid wurde bisher nicht kommuniziert.

Ein grosser Raum mit langen Tischen, vorne eine kleine Bühne.

Bildlegende: Die Delegiertenversammlung der SVP Graubünden am 8. November 2014 in Davos. SVP Graubünden

In zehn Tagen stimmt Graubünden über die Gebietsreform ab. Im Zentrum dieser Vorlage steht die Frage, wie die elf neuen Regionen künftig organisiert sein sollen. Alle Bündner Parteien haben dazu bereits ihre Parolen gefasst ausser die SVP. Am Parteitag in Davos am 8. November stimmten die Delegierten nur über die nationalen Vorlagen ab.

Für die SVP sei die Gebietsreform wichtig, sagt Jan Koch, Fraktionschef im Bündner Parlament. Deshalb habe man entschieden, das Geschäft der Parteileitung zu übergeben. Das Gremium diskutierte letzte Woche darüber und entschied mit nur einigen Stimmen Unterschied die Nein-Parole. Die Gründe dafür hat sie bisher nicht gesagt. Eine offizielle Mitteilung sei für nächste Woche geplant, heisst es bei der Medienstelle.

Bisher hat sich die SVP als Partei nicht gegen die Gebietsreform engagiert, einziges Zeichen bisher ist die auf ihrer Website publizierten Parole. Angesichts der knappen Zeit bis zur Abstimmung dürfte sich daran auch nichts mehr ändern.