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Graubünden Bundesgericht beschäftigt sich mit Schulstrafe

Eine Oberstufenschülerin aus dem Kanton Graubünden wurde vom Lehrer zum Nachsitzen verdonnert. Dagegen haben sich die Eltern beim Kanton gewehrt. Die Strafe sei nicht gerechtfertigt. Der Fall beschäftigt mittlerweile das Bundesgericht.

Wintersportlicher vergnügen sich auf der Piste.
Legende: Die Schulklasse ist nicht geschlossen ins Tal gefahren. Keystone

Passiert ist es an einem Skitag einer Oberstufenschule aus Graubünden. Bevor die Schüler ins Tal fuhren, hatten die Lehrer den Jugendlichen zu verstehen gegeben, welche Piste sie nehmen müssten.

Einzelne Schüler sind dann aber die falsche Route gefahren. Später haben sie jedoch wieder auf die korrekte Piste gewechselt. Das hatte Konsequenzen. Die Gruppe musste anderthalb Stunden nachsitzen und eine Strafaufgabe schreiben. Dagegen hatten sich die Eltern eines Mädchens beim Kanton gewehrt. Dort kam man aber zum Schluss, dass die Strafe gerechtfertigt gewesen sei.

Die Eltern zogen den Fall dann ans Bündner Verwaltungsgericht. Die Richter kamen zum selben Urteil wie der Kanton. Die Gruppe sei nicht geschlossen ins Tal gefahren, wie das die Lehrer verlangt hätten. Aus diesem Grund sei die Strafe richtig gewesen. Die Eltern haben das Urteil ans Bundesgericht weitergezogen. Die Richter in Lausanne müssen nun entscheiden.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von christian venzin, trin mulin
    Mit bezug auf die geschilderten umstände ist das rechtliche vorgehen der eltern nicht zu verstehen. Das wohl unentschuldigte fernbleiben auf die vorladung des schulrates ebensowenig.Sehr bedenklich ist das wiederholte weiterziehen der richterlichen entscheide. Falls der sachverhalt richtig geschildert ist, sollte sich der jurist, der sich für derartiges zur verfügung stellt, schämen. Er und die eltern sollten in anbetracht der unverhätnismässig entstandenen kosten angemessen gebüsst werden.
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    1. Antwort von Rudolf Pfeiffer, Cashibo
      Sehr gut geschrieben. Danke.
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  • Kommentar von Rudolf Pfeiffer, Cashibo
    Dummheit oder anderes Motiv dieser Eltern? Über eine Massnahme für das Fehlverhalten könnte man immer streiten. Wichtig ist aber eine Konsequenz für ein Fehlverhalten. Damit hilft man dem Jugendlichen. Selbst eine sogenannt unverdiente Strafe müsste man im Ausnahmefall mal verkraften können,.solange die Absicht der Gerechtigkeit seitens der Erzieher glaubwürdig ist. Weder Lehrer noch Eltern sind Übermenschen. Äusserst kontraproduktiv ist: einen Keil zu schlagen zwischen Schüler und Lehrer.
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  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    diesen Eltern ist wahrlich nicht mehr zu helfen ! Zur Genugtuung sollte man ihen die gesamten Verfahrenkosten über alle Instanzen voll verrechnen. Als ob unsere Justiz nichts besseres zu tun hätte !
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