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Graubünden Bundesgericht verordnet Nachsitzen

Bis vor Bundesgericht haben eine Schülerin und ihre Eltern gegen eineinhalb Stunden Nachsitzen gekämpft, die der 14jährigen für eine Disziplinlosigkeit aufgebrummt wurden. Ihre letzte erfolglose Beschwerde kostet die Familie 2000 Franken an Gerichtsgebühren.

Zwei Schüler in Klassenzimmer
Legende: Familie geht wegen Nachsitzen bis vor Bundesgericht. Dieses entschied: Nachsitzen.(Symbolbild) Keystone

Die Oberschule der Gemeinde Klosters-Serneus hatte 2011 im Gebiet Parsenn ihren Skitag durchgeführt. Bei der Schlussabfahrt wurde eine Schülergruppe angewiesen, gemeinsam nach Klosters zurückzukehren. Die 14jährige und andere Schüler hielten sich nicht daran und wurden dafür zu eineinhalb Stunden Nachsitzen verdonnert.

Die bestrafte Schülerin, beziehungsweise deren Eltern, starteten dagegen einen juristischen Feldzug. Nach dem Schulrat, dem Bündner Erziehungsdepartement und dem kantonalen Verwaltungsgericht sind sie nun aber auch vor Bundesgericht erfolglos geblieben.

In ihrer Beschwerde hatten sie unter anderem argumentiert, dass die restlichen Gruppenmitglieder zu Unrecht nicht als Zeugen angehört worden seien. Laut Bundesgericht war dies jedoch nicht erforderlich. Der Gang nach Lausanne kostet die streitbare Familie neben ihren Auslagen für den Anwalt 2000 Franken Gerichtsgebühren.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Hunziker, 4456 tenniken
    Hier scheinen wieder alle alles zu wissen! Wirklich relevant sind für mich zwei Fragen. 1. Welche Gründe brachte die Schülerin für ihr Tun vor? 2.Stimmt es, dass die erstinstanzliche Behörde (für die Schülerin) entlastende Zeugenaussagen nicht berücksichtigte? Wenn Letzteres stimmt, kann ich nachvollziehen, dass die Eltern den Entscheid weitergezogen haben. Ihre finanziellen Ressourcen sind in diesem Fall juristisch nicht von Interesse.
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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Wir wissen immer noch nicht, ob das Bundesgericht generell Nachsitzen erlaubt, denn dies war nicht die Rechtsfrage. Dies war innerkantonal zu entscheiden. Mit solchen Rechtsfragen das Bundesgericht zu belästigen ist staatspolitisch gut, kostenmässig extrem unsinnig - auch für den Staat. 2000.- nur für das Bundesgericht, dazu wohl 15 Std. Anwalt à 250.- = 3250.- plus die Vorinstanzen. Das scheinen Reiche zu sein, denen die 1:12-Initiative hoffentlich das Salär kürzen wird!
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    1. Antwort von Pascal Schlegel, Windisch
      Guten Abend Herr Bauert Grundsätzlich haben Sie ja Recht mit ausnahme des letzen Satzes. Der Grundgedanke der 1:12 Initiative ist grundsätzlich auch sehr gut. Jedoch wird dieser Familie das Gehalt nicht gekürzt, auch wenn die Initiative angenommen wird. Denn bei Annahme der Initiative teilen sich Unternehmen augenblicklich in mehrere kleiner Unternehmen auf und das Problem ist umgangen. Kurz: Die Initiative ist gut gemeint, jedoch nie und nimmer auf die Praxis anwendbar. Lg
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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Urteil 2D_15/2013, 1.5 Std Nachsitzen und die Reaktion der Eltern: «Am 23.5.11 erhoben die Eltern von A.X. Beschwerde beim Erziehungsdepartement. Dieses wies die Beschwerde am 11.8.11 ab. Dagegen erhob A.X., vertreten durch ihre Eltern, Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kt GR, welches diese mit Urteil vom 21.12.12 ebenfalls abwies.» Abgeblitzt sind sie wegen einer «mangelnden rechtlichen Anhörung» im Verfahren. 2000CHF nur für das Bundesgericht, plus Anwalt & vorherige Instanzen!
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