Carna Grischa in Schieflage

Das wegen Betrugs in die Schlagzeilen geratene Fleischunternehmen Carna Grischa ist in provisorischer Nachlassstundung. Es hat bis Mitte Juni Zeit, dem Richter eine Lösung für die Zukunft zu präsentieren.

Logo auf der neuen Internetseite

Bildlegende: Neues Logo, neue Webseite: Carna Grischa kämpft ums Überleben. SRF

Carna Grischa und die Firma, die als Sachwalterin eingesetzt wurde, müssen innerhalb von zwei Monaten einen Sanierungsplan präsentieren. Gelingt dies nicht, droht der Konkurs. Wie Sprecher Jürg Wildberger gegenüber dem «Regionaljournal» von Radio SRF sagte, laufe das derzeitige Geschäft nach Plan. Für die brenzlige Finanzlage seien in erster Linie Altlasten ausschlaggebend. Der Versuch, mit den Gläubigern aussergerichtlich eine Einigung zu finden, sei gescheitert.

Strafuntersuchung läuft

Strafrechtlich läuft bei der Staatsanwaltschaft Graubünden noch immer eine Untersuchung wegen Betrugs. Letzten November wurde der Fall publik: Etwa sei Pferde- als Rindfleisch verkauft worden, ungarisches Poulet als schweizerisches oder Gefrier- als Frischfleisch. Zudem seien Verfallsdaten auf den Verpackungen verändert worden.

Seither versucht Carna Grischa, vom schlechten Image loszukommen. Ein erfahrenen externer Experte für Restrukturierungen wurde als interimistischer CEO eingesetzt. Zudem wurden das Logo, sowie der Internetauftritt neu gestaltet. Carna Grischa beschäftigt rund 40 Mitarbeiter.