Churer Stadtpark: Vom Schandfleck zum Treffpunkt

Der Churer Stadtpark ist seit Jahren Treffpunkt für Randständige. Die übrige Bevölkerung verirrt sich kaum in den Park. Eine private Initiative will dies nun ändern, der Stadtpark soll wieder einer für alle werden, ohne allerdings die Alkohol- und Drogensüchtigen zu vertreiben.

Werner Erb spielt Alphorn

Bildlegende: «Musik verbindet» sagt sich Werner Erb und möchte im Churer Stadtpark Menschen einander näher bringen. SRF

Der Sozialarbeiter und passionierte Alphornbläser Werner Erb, will den Churer Stadtpark aufwerten. Er soll für die Randständigen offen bleiben, aber auch die Bevölkerung soll wieder ihre Freude daran finden.

Jeden Mittwoch trifft er sich mit Freunden zum gemeinsamen Musizieren. Er offeriert Getränke und Snacks. «Die Bevölkerung soll sich wieder in den Park trauen», sagt Werner Erb mit einem Lächeln im Gesicht. Die Musik soll die Leute in den Park locken. Erb erhofft sich so auch einen Austausch zwischen den Randständigen und der Bevölkerung.

Der Stadtpark fristet ein Schattendasein und die Bevölkerung meidet ihn. Das Thema ist seit Jahren ein Politikum in der Stadt, Lösungen sind allerdings keine in Sicht.

Werner Erb will weiter machen mit seiner Initiative «Pro Stadtpark». Noch habe es zwar den erhofften Austausch zwischen den Randständigen und der Bevölkerung nicht gegeben, das brauche noch etwas Zeit, sagt er zuversichtlich.