«Das Bärenvideo ist urkomisch»

Mario Theus konnte mit seiner Videofalle Bilder eines Bären im Münstertal einfangen. Der Tierfilmer erzählt im Gespräch, wie es dazu gekommen ist, und was man aus diesen Bildern lernen könne.

In der Sendung «Schweiz Aktuell» wurden am Dienstag bisher unveröffentlichte Videoaufnahmen eines Bären im Münstertal gezeigt. Vermutlich handelt es sich dabei um den Bären, der von wenigen Tagen von einem Zug erfasst und getötet wurde.

Hinter den Aufnahmen steckt der Münstertaler Tierfilmer Mario Theus. Der Bärenkenner sagt im Gespräch, er habe sich grossartig über die Aufnahmen amüsiert: Viele Szenen seien urkomisch. Etwa jene, die den Bären im Spiel mit einer Lampe zeigt. Eine Lampe, die den Bären eigentlich abschrecken sollte.

Entstanden ist das Video rund um ein Bienenhäuschen. Um dieses Häuschen steht zwar ein elektrischer Zaun, dieser wurde aber nicht ganz korrekt installiert, weshalb die Stromspannung zu schwach war. Aus den Aufnahmen könne man einiges lernen, erzählt Theus im Gespräch mit dem «Regionaljournal Graubünden». Zum Beispiel müsse ein Zaun um Bären abzuhalten zwingend unter einer starken Ladung Strom stehen, sonst habe er keine abschreckende Wirkung für einen Bären.

Gleichzeitig fügt Mario Theus bescheiden an: «Solche Aufnahmen werden völlig überbewertet. Aber Grossraubtiere faszinieren die Öffentlichkeit überdurchschnittlich». Dabei, sagt der Tierfilmer, sei es genau so spannend sich mit Mäusen, Rehe oder Hirschen zu beschäftigen.